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Lego Bionycle PDF Drucken
Geschrieben von [MBW]   
Donnerstag, 18. März 2004
 

Lego-Figuren in einem abendfüllenden Animationsfilm? Ob der Film genauso viel Spaß verspricht wie die kleinen bunten Steinchen klärt unser Review auf.

Gesamtwertung 67 %
Studio/Verleih: Miramax / Buena Vista
Genre: Animation
System: Video DVD
Release-Datum: November 2003-12-01

 

Der Film
In den letzten Jahren hat der Lego-Konzern seine Spielsets immer mehr modernisiert. Im Zuge dieser Modernisierung wurden schließlich auch die so genannten „Bionicles“ geschaffen, roboterartige Figuren, die Masken tragen und sich gegenseitig bekämpfen.
Ein findiger Marketingstratege hat sich bei dieser Gelegenheit gedacht, dass man daraus doch sicherlich auch einen Film oder sogar eine Serie machen könnte. Das Ergebnis ist „Bionicle – Der Film“, ein computeranimiertes Abenteuer rund um die geheimnisvollen Maskenträger.


Schnell wurde noch eine knappe Hintergrundgeschichte zusammengebastelt, die den Figuren einen Grund für den filmischen Auftritt liefern soll.
Die nach einer Gottheit benannte Insel Mata Nui steht vor einer großen Gefahr: der Herrscher über die Schatten, Makuta, gewinnt zusehends an Macht und plant, die Insel ins Chaos zu stürzen. Die letzte Hoffnung scheinen die beiden Entdecker der Maske des Lichts zu sein: Jaller und sein treuer Freund Takua. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach dem verschollenen siebten Tova Nua, der zusammen mit den andern sechs die Insel vor den Schatten und Makuta beschützen soll. Doch die Suche ist gefährlicher als zunächst angenommen…
Die Story glänzt vor allem durch seltsame Namen, Ausdrücke und – wenn man so will – Fachtermina. So ist das ganze zunächst nicht richtig zu durchschauen, entpuppt sich aber später als Fassade einer nicht gerade einfallsreichen Handlung, die wohl nur absolute Fans an den Bildschirm fesseln wird.
Auch optisch weiß das Abenteuer nicht wirklich zu überzeugen. Die Insel scheint wie ausgestorben, so etwas wie eine Flora und Fauna gibt es in der Welt der kalt wirkenden Bionicle anscheinend nicht. Zwar wechseln die Farben hin und wieder, aber die Leere bleibt.
Der Versuch, aus einem Spielzeug ein großes Leinwandabenteuer zu machen ist nicht so richtig gelungen. Zu lieblos wirken die Charaktere und die Animationen, zu kalt die Welt, in der sie „leben“. Vielleicht sollte man das erwecken von Spielzeugfiguren doch der Fantasie der Kinder überlassen.

Das Bild
Am Bild gibt es nicht viel zu kritisieren. Weder Rauschen noch Verschmutzungen sind hier zu finden. Die Farben sind kräftig und passen immer optimal zur Szene. Zwei Kritikpunkte gibt es dennoch: zum einen kommt es bei den animierten Kameraschwenks über die Landschaften der Bionicle-Welt zu recht starken Rucklern, was aber wohl eher an der Animation als an der Bildqualität liegt. Zum anderen ist die Bildschärfe keineswegs optimal. Trotzdem ein noch gutes Bild.


Der Ton

Der DD 5.1 Ton liegt in sehr guter Qualität vor und bietet sowohl sehr schön platzierte Split-Surround-Effekte als auch einen gelungenen Raumklang. Einzig der Subwoofer sollte manuell etwas nachkorrigiert werden, da dieser sonst nicht richtig zur Geltung kommt. Die Stimmen sind dagegen immer klar verständlich – sowohl im O-Ton als auch bei der deutschen Fassung.

Ausstattung

Die Austattung ist nicht sonderlich umfangreich ausgefallen. Zunächst gibt es einen kurzen Ausblick auf die unvermeidlichen Fortsetzungen des Films, der allerdings nur aus einem sehr kurzen Interview besteht, in dem man auch nicht wirklich viel erfährt. Das Making Of bietet den üblichen Press-Kit Standard, besteht also sowohl aus Interviews als auch aus Filmszenen und Behind the Scenes Bildern. Nicht viel informativer sind die so genannten Trailer zum Film.

Hier wird ein Zusammenschnitt von 2 Trailern und einigen Bionicle Figuren-Spots geboten, die allerdings nicht weiter interessant sind und getrost vernachlässigt werden können. Am interessantesten sind da noch die rund 3 Minuten an geschnittenen Szenen, zu denen es auf Wunsch noch einen Kommentar der Regisseurs gibt. Den Abschluss des Bonusmaterials bietet dann noch ein interaktives Spiel.

Fazit
„Die Maske des Lichts“ richtet sich eindeutig an Fans der Lego-Figurenserie. Alle andern wird der Film wohl nicht gerade vom Hocker reissen. Technisch präsentiert sich der Film in guter Qualität auf DVD, das Bonusmaterial ist zu vernachlässigen. Fans greifen dennoch zu, alle anderen Animationsfans sollten auf die nächste Pixar-DVD warten. [mbw]

Technische Daten
Laufzeit: ca. 70 Minuten
Regie: David Molina, Terry Shakespeare
Hauptdarsteller:
Bild: 1,77:1 (anamorph)
Audio: 1. Deutsch DD 5.1
2. Englisch DD 5.1
Untertitel: D, E, EfH
FSK: 6
Preis: ca. 20 €

Bewertung
Sound: 85
Bild: 81
Film: 59
Ausstattung: 40
Gesamt: 67

 
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