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Gesamtwertung 92 %
„Hey, you’re a clownfish. You’re funny, right? Tell us a joke.”
Studio/Verleih: Pixar Animation Studios | Disney / Buena Vista Genre: Animation System: DVD Video Release-Datum:04.11.2003 (RC 1) / April 2004 (RC 2)
Der Film Ein Seepferdchen mit Wasser-Allergie, Haie die den anonymen Fischfressern beigetreten sind, ein Paletten-Doktorfisch mit einem Gedächtnis wie einem Sieb und ein Clownfisch, der keine Witze erzählen kann sind nur einige der liebenswerten Charaktere die uns in Disney und PIXARs neuestem Meisterwerk – Finding Nemo – begegnen. Durch ein tragisches Unglück verliert Clownfisch Marlin (Albert Brooks) sowohl seine Frau Coral, als auch seine gesamten Nachkommen. Nicht ganz... Eine Larve hat überlebt, die Marlin im Andenken an seine Frau, Nemo nennt. Die Zeit vergeht und so kommt der Tag von Nemos Einschulung. Dem übervorsichtigen Vater zum Trotz lässt sich Nemo auf das Risiko ein, zu einem Boot zu schwimmen und wird von einem Taucher gefangen, der mit ihm sein Aquarium bereichern will.

Verzweifelt versucht Marlin dem Boot zu folgen, denn Nemo ist schließlich das Einzige was ihm geblieben ist – ihn am Leben hält. Er verliert es aus den Augen und stößt im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Paletten-Doktorfisch Dorie (Ellen DeGeneres) zusammen. Schnell wird Nemo klar: Das Mädel ist nicht ganz dicht. Genaugenommen hat Dorie einige Probleme mit ihrem Gedächtnis. So ist es durchaus möglich, dass sich von einem auf den nächsten Moment ihr Kurzzeitgedächtnis verabschiedet und sie sich nicht daran erinnern kann, was zuvor passiert ist. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Marlins Sohn, nachdem sie durch eine gefundene Tauchermaske einen Anhaltspunkt haben. Unterwegs begegnen ihnen allerlei kuriose Gestalten und auch „Haihappen“ Nemo schließt in dem Aquarium Freundschaft mit den „Mitinsassen“. Auch sie arbeiten an einem waghalsigen Fluchtplan...
Wie man es von Pixar nicht anders kennt sind alle Figuren fantastisch animiert und auch die Gestaltung der Hintergründe dieses außergewöhnlichen „Roadmovies“ lässt uns hier ins schwärmen geraten. Man taucht förmlich ein in PIXARs virtuelle Unterwasser-Welt.
[mbw]s Filmkritik „Finding Nemo“ ist der Überraschungserfolg dieses Kinojahres. Wer hätte gedacht, dass eine animierte Mär, die in den Tiefen des Ozeans spielt, der übermächtig erscheinenden Konkurrenz, die klangvolle Namen wie „Matrix“ oder „Terminator“ trägt, so beispielhaft davonschwimmt? Wahrscheinlich die Wenigsten. Doch was haben diese Fische, was andere Filme oder Filmhelden nicht haben? Ist „Finding Nemo“ wirklich so ein überragender Film? Nein, sicher nicht. Im Gegensatz zu den Disney-eigenen Werken oder auch den namhaften vorhergehenden Pixar-Filmen, wie „Monsters Inc.“ oder „Toy Story“, wird man vielleicht sogar etwas enttäuscht. Das liegt vor allem daran, dass „Finding Nemo“ nicht einmal annähernd die Epik eines „König der Löwen“ oder die Romantik und Emotion von „Die Schöne und das Biest“ aufweist. Ja, fast schon kalt tröpfelt die Handlung in den ersten 30 Minuten vor sich hin, wird nur von gut platzierten Lachern vor dem Ertrinken bewahrt. Auch anschließend fehlt es „Finding Nemo“ an Tiefe; Actionszenen reihen sich an Dialogszenen, das Ganze nimmt nicht so richtig an Fahrt auf. Erst in den letzten rund 15 Minuten wird etwas Ähnliches wie Dramatik geschaffen. Klar, auch „Finding Nemo“ ist wieder einmal ausgezeichnet animiert und übertrifft seine Vorgänger im ein oder anderen Punkt vielleicht sogar. Klar, auch in „Finding Nemo“ findet sich wieder eine Disney-typische familientaugliche Moral, die selbst den Kleinsten nicht verborgen bleibt. Doch all das wird zu trocken und gemächlich präsentiert, vom Tempo oder Wortwitz einer „Monster AG“ weit entfernt. „Finding Nemo“ ist also keineswegs der „Überfilm“. Dennoch bleibt unterm Strich eine wunderbare Fischmär für die ganze Familie, die eineinhalb Stunden zu unterhalten weiß. Nur zuviel sollte man sich nicht erwarten.
[mbw]s Filmwertung: 78% (Diese Wertung nimmt keinerlei Einfluss auf die endgültige Bewertung!)
Das Bild Wie jenseits des großen Teiches üblich, wird auch dieser THX-zertifizierte Film in zwei Versionen abgeliefert - Fullscreen (1,33:1) und anamorphes Widescreen (1,78:1) – die beide in diesem Doppel-DVD-Set enthalten sind. Pixar legt auch mit diesem Film wieder einen grandiosen Transfer vor. Das Bild gehört zu dem Besten, was man zur Zeit auf DVD bekommen kann. Fantastische Schärfe lässt selbst in dunklen Bereichen Details mühelos erkennen und leuchtende, lebendige Farben verwöhnen unsere Augen. Und wen verwundert das, bei einem Direkttransfer von einem digitalen Master. Dennoch bleiben gelegentliche Unruhen zu beanstanden, wodurch das Bild beispielsweise nicht ganz mit der „Monster AG“ mithalten kann.
Der Ton Der Dolby Digital Sound ist z.T. ziemlich aggressiv für einen solchen familienbetonten Film und erinnert mit seinen direktionalen Effekten und dem LFE-Einsatz stark an Pixars „Monster AG“, wenngleich Nemo da nicht ganz mithalten kann. Dennoch gelingt es durch die räumlichen Effekte eine realistische Unterwasser-Atmosphäre zu schaffen.

Dialoge sind stets klar verständlich und werden zu keiner Zeit von Effekten oder dem räumlichen Score übertönt.
Ausstattung Die Extras des Films sind über die beiden DVDs verteilt, wobei sich auf der ersten DVD Extras für „die Großen“ und auf der “familienfreundlicheren” DVD 2 (Fullscreen) die eher kindorientierten Extras befinden.
Beide DVDs enthalten neben einer Einführung zum Film „virtuelle Aquarien“, bei denen animierte Meeres- bzw. Aquarienszenarien in einer Schleife abgespielt werden. Disc 1 enthält dabei Filmszenen, während die zweite DVD gänzlich neue Animationen bietet.
DVD 1 enthält außerdem einen visuellen Kommentar mit Deleted Scenes, die sich auch einzeln anwählen lassen und die Making Of Featurette „Making Nemo“. Über das Menü „Design Galleries“ erhält man noch Zugang zu (animierten) Gallerien, die in die Kategorien „Art Review“, „Characters“, „Environments“ und „Color Scripts“ unterteilt sind.

DVD 2 beglückt uns mit Trailern und PIXARs Kurzfilm „Knick Knack“ (wahlweise mit Kommentar). „Mr. Ray’s Encyclopedia“ liefert Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Meeresbewohnern, die im Film vorkommen und mit den „Fisharade Games“ gibt es mal wieder ein Spiel, ebenso an Kinder gerichtet ist wie das sich unter „Storytime“ zu entdeckende Read-Along „Nemo Goes To School“. Unter „Behind the Scenes“ finden sich eine Studio-Tour, Charakter-Interviews, TV-Spots, Trailer und eine Bilder-Galerie.
Absolutes Highlight der Extras von Finding Nemo ist jedoch „Exploring the Reef“. Dabei handelt es sich um eine Dokumentation mit Jean-Michel Cousteau, bei der ihm einige uns wohlbekannte Meeresbewohner zu schaffen machen...
Die Menüs, deren Übergänge zum Teil animiert sind, sind insgesamt recht übersichtlich, doch um sicherzugehen, dass sich niemand „verläuft“ liegt mit dem Booklet auch ein „Lageplan“ der einzelnen Extras vor.
Ach ja, auch bei dieser DVD gilt wieder: „Augen auf!“ – Es gibt einige Eastereggs zu entdecken.
Fazit Disney und PIXAR haben hier ein Kleinod abgeliefert, dass in keiner guten Sammlung fehlen sollte. Hier passt einfach alles – auch wenn die Extras ruhig etwas reichhaltiger hätten ausfallen können. [mre]
Technische Daten Laufzeit: ca. 100 Minuten Regie: Andrew Stanton Hauptdarsteller: Albert Brooks, Ellen DeGeneres, Willem Dafoe, Geoffrey Rush Bild: 1,78:1 (WS) / 1,33:1 (FS) NTSC Audio: 1. Englisch DD 5.1 Ex 2. Französisch DD 5.1 Ex 3. Spanisch DD 5.1 Ex Untertitel: Englisch, Französisch, Spanisch FSK: o.A. Preis: ca. 20 Euro
Bewertung Sound: 93 Bild: 91 Film: 92 Ausstattung: 80 Gesamtwertung: 92 |