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Gesamtwertung 92 %
Renée Zellweger erhielt für die "Ruby" in Unterwegs nach Cold Mountain den Oscar für die beste Nebendarstellerin in einem Film, der neben einer erstklassigen Besetzung auch durch imposante Bilder und Gefühle zu überzeugen weiss. Der Review sagt Euch, ob die DVD auch oscarwürdig ist...
Studio / Verleih: Miramax / Buena Visata Genre: Drama System: DVD-Video Release: 22. Juli 2004
Der Film North Carolina, um 1860: Ein einziger Kuss, mehr Zeit bleibt Pfarrerstochter Ada (Nicole Kidman) und Inman (Jude Law) nicht für ihre Liebe. Dann muss der friedfertige Inman in den Bürgerkrieg ziehen. Drei Jahre lang kämpft er auf Seiten der Konföderierten, überlebt Hunger und Verwundungen und hütet in all dem Grauen das einzige Foto von Ada wie einen Schatz. Nur ihre Briefe geben Inman die Kraft zum Überleben. Und als Inman schwer verletzt nach der Schlacht von St. Petersburg im Lazarett liegt, beschließt er zu desertieren. 300 Meilen durchquert er zu Fuß ein Land, das an den Wunden seines Bürgerkriegs leidet. Aber auch Ada hat der Krieg verändert. Nach dem Tod ihres Vaters (Donald Sutherland) hätte die zarte Städterin fast vor dem rauen Leben in der Kleinstadt Cold Mountain kapituliert. Aber mit Hilfe der naturverbundenen Ruby (Renée Zellweger) wird aus Ada eine selbstbewusste Frau, die ihren Lebensunterhalt mit der väterlichen Farm erwirtschaftet.
Dennoch sehnt sie sich nach nichts so sehr, wie nach Inmans Heimkehr. Auf seinem gefährlichen Heimweg begegnet Inman Verbündeten wie dem ehemaligen Pfarrer Veasey (Philip Seymour Hoffman) und der Kräuterfrau Maddy (Eileen Atkins) aber auch unerwarteten Feinden wie dem Hinterwäldler Junior (Giovanni Ribisi). Und als Inman in die Nähe von Cold Mountain kommt, läuft er Gefahr, als Deserteur entdeckt zu werden. Auf fahnenflüchtige Soldaten hat es Teague (Ray Winstone), der brutale Anführer der Bürgermiliz besonders abgesehen ...
Unterwegs nach Cold Mountain ist einer der Filme, die eigentlich permanent ein Gefüjl von Traurigkeit und BEdrückung vermitteln, ein Film in denen selbst lustige und umorvolle Szenen nicht dazu anregen, sich bedenkenlos darüberzu freuen. Während der gesamten Laufzeit hat man immer wieder das Gefühl, dass die positive Entwicklung speziell in der Aida-Ruby-Handlung plötzlich durch ein schreckliches Moment aus der Fassung gebracht werden könnte, dass sich die Handlung von einem Augenblick auf den anderen beschleunigt. Dieses Gefühl und die dadurch entstehende Stimmung hat ihre Ursache auch und gerade darin, dass dem Zuseher die unzähligen Briefe von Aida an Inman vorgelesen werden, er somit Teil hat an den Denkprozessen der Figuren und daher die Handlung der Realität etwas eingeschränkt ist.
Nicht zu Unrecht wurde "Unterwegs nach Cold Mountain" für 7 Oscars nominiert im Jahre 2003, einen gewinnen konnte Renée Zellweger für ihre Rolle als Ruby, mit der sie selbst eine wirklich auch sehr gut aufgelegte Nicole Kidman an die Wand spielt. Die Besetzung ist aber auch ansonsten gelungen, besonders einer Nicole Kidman nimmt man die Figur der Aida zu einhundert Prozent ab, einer jungen Frau, die wohlerzogen und tugendhaft von der Stadt in die Berge zieht, wo ihr Vater eine Pastorenstelle antritt.
Besondere Erwähnung erhält zudem der Soundtrack des Films, es ist dies eine schöne Mischung aus sentimentalen und melancholischen Titeln mit flotten und fröhlichen Folk-Stücken.
Das Bild Von eigentlich sehr guter Qualität zeigt sich das Bild, mit kräftigen Farben die teils auch als Stilmittel eingesetzt werden vom Regisseur um die Stimmung auch visuell zu transportieren. Allerdings lässt die Bildschärfe bisweilen ein klein wenig zu wünschen übrig, jedoch nicht dauerhaft. Es gibt aber Szenen, in denen trotz eigentlich nicht vieler Details die Schärfe etwas schwach ist, leider meiner Meinung nach.
Der Ton In der deutschen Synchronausgabe wie auch der englischen Originalfassung ist die Tonausgabe sehr gut gelungen. Sicherlich hätte man gerade in Punkto Sourroundklang noch etwas mehr herausholen können, jedoch entschädigt die Szene mit der Detonation der unterirdisch verlegten Bombe zu Beginn des Films für diese Tatsache :-) Auch aufgrund der Handlung ist die Tonausmalung leicht frontlastig, die Effekte im Hintertgrund sind zwar durchaus vorhanden, jedoch hätte man da sicherlich mit etwas mehr Druck arbeiten können.
Die Ausstattung Kommen wir zu leider negativen Ausrutscher dieser ansonsten wirklich überdurchschnittlich gut gelungenen DVD: der Ausatattung. Hier hat man dem Zuseher neben einer Auswahl an geschnittenen und nicht verwendeten Szenen nicht mehr zu bieten als ein paar Trailer, das enttäuscht doch ziemlich. Gerade für einen Film dieser Güte hätte ich mir da schon einiges mehr erwartet und erhofft...
Das Fazit Die tschnische Umsetzung des kinoerfolges auf DVD kann man getrost als sehr gelungen bezeichnen, die Bildqualität und die Tonausführung ist bis auf die kleinen angesprochenen Mängel sehr gut. Allerdings enttäuscht die DVD in Punkto Ausstattung, was aber Fans von Nicole Kidman und Renée Zellweger vermutlich nicht davon abhalten wird, sich diese Disc anzuschaffen.
Die technischen Daten Produktion: 2002 Laufzeit: 148 Minuten Sprache: Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 Untertitel: Englisch für Hörgeschädigte, Englisch, Deutsch, Arabisch, Italienisch, Spanisch, Türkisch Bildformat: 2,35:1 anamorph Regie: Anthony Minghella Darsteller: Jude Law, Nicole Kidman, Renée Zellweger, Eileen Atkins, Brendan Gleeson, Philip Seymour Hoffman, Natalie Portman, Giovanni Ribisi, Donald Sutherland, Ray Winstone, Kathy Baker, James Gammon, Charlie Hunnam, Jack White, Ethan Suplee FSK: freigegeben ab 12 Jahren Preis: ca. 20.- Euro
Die Bewertung Film: 96 % Bild: 94 % Ton: 95 % Extras: 83 % Gesamtwertung: 92 %
Herzlichen Dank an Buena Vista für die freundliche Unterstützung! |