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The Name of the Rose (Limited Book Editon) PDF Drucken
Geschrieben von [AL]   
Sonntag, 5. September 2004

Gesamtwertung 73 %

James Bond zieht sich die Mönchskutte an. Wir haben uns angeschaut, wie Sie ihm steht. :>

Studio/Verleih: Warner Brothers
Genre:Thriller
System: DVD-Video
Release: 7. Juli 2004
Ländercode: RC3 Korea

Der Film
Wir schreiben das Jahr 1327.

Die Mönche des Franzikaner Ordens stellen die Richtigkeit des Reichtums der Kirche in Frage: Während der Grossteil der „normalen“ Bevöllkerung in Armut leben muss, können die Mönche in den Klöstern ein nahezu unbekümmertes und sicheres Leben führen. Es scheint so, als ob die Mauern der Klöster das Leben der Mönche gegenüber der übrigen Welt abschirmt. Das geordnete Leben der Mönche steht im krassen Gegensatz zu dem Alltag der in Armut lebenden Bevölkerung. Um diesen Gegensatz zu diskutieren, werden sich einige Mönche des Franziskaner Ordens mit Vertretern des Papstes treffen. Das Treffen findet in einem Benediktiner Kloster in Norditalien statt.

Unter den Mönchen des Franziskaner Ordens befindet sich auch der aus England kommende Franziskaner-Mönch William of Baskerville (Sean Connery), der mit seinem Schüler Adso von Melk (Chrisitian Slater), Sohn eines deutschen Barons, anreist.

Als sie am Kloster angekommen sind, wird William of Baskerville auf ein frisches Grab aufmerksam. Der Abt des Klosters (Michael Lonsdale) informiert ihn darauf, daß ein junger Mönch vor kurzem unter myteriösen Umständen ums Leben gekommen ist. Der Mönch war William of Baskerville durch seine ironischen Comiczeichnungen bekannt. Der Abt beauftragt Ihn indirekt mit der Untersuchung des Falles mit dem Wissen dass William of Baskerville ein Mann der mordernen Wissenschaft ist. William of Baskerville lässt sich nur durch Tatsachen überzeugen und nicht durch spirituelle Dinge. Er ist ein Mensch der neue Erkenntnisse und Erfindungen –ganz im Gegensatz zu vielen anderen Mönchen- akzeptiert und auch selber nutzt. So nutzt Baskerville z.B. eine Brille und ein Astrolab. Mit dieser Offenheit macht sich Baskerville nicht nur Freunde. Viele seiner Kollegen beobachten seine Offenheit gegenüber modernen Wissenschaften mit Skepsis. Dies ist wohl auch aus Angst vor der Inquisition der Fall, die keine Modernisierungen oder neue wissenschaftliche Kenntnisse duldet, und nicht selten jene, die diese neuen Errungenschaften nutzen und fördern, der Ketzerei bezichtigen und mit dem Tode bestrafen.

Die Zeit um eine Lösung um die Todesumstände des Mönches zu klären drängt. Sobald der Todesfall dem Papst bekannt werden sollte, würde dies eine Untersuchung der Inquisition zur Folge haben. Diese wäre sehr gefährlich, so könnte dies für alle im Kloster lebenden Mönche die Beschuldigung der Ketzerei, und somit ein Todesurteil zur Folge haben.

Während William of Baskerville mit seinem Schüler Adso den Todesfall untersucht wird ein weiterer Mönch tot aufgefunden. Wie der erste verstorbene Mönch arbeitete auch das 2. Todesopfer in dem Kloster als Übersetzer und Kopierer. Dies führt die Spur in die Bibliothek. Das Kloster ist für seine grosse Bibliothek berühmt, doch alle Bücher werden von dem blinden Mönch Jorge de Burgos (Feodor Chaliapin, Jr.), sowie dem Mönch Malachia (Volker Prechtel) unter Verschluss gehalten. Keinem außer diesen beiden Mönchen ist es erlaubt die Bücher zu sehen und sie verweigern William of Baskerville den Zutritt zur Bibliothek. Für Wiliam of Baskerville szeht fest, dass die Morde mit den Büchern zu tun haben müssen. Gleichzeitig offenbart sich Ihm durch den Zutrittsverbot für die Bibliothek die Missgunst einiger Mönche, die ihn daran hindern wollen die Todesfälle aufzuklären. 

Schliesslich wird ein dritter Mönch, bei dem es sich  wieder um einen Übersetzer und Kopierer der Kloster-Bibliothek handelt, ertrunken aufgefunden. Dieser dritte Todesfall hat für das Kloster das zur Folge, wovor sich jeder in dem Kloster fürchtete: Der höchste Inquisator der Kirche, Bernardo Gui (F. Murray Abraham) wird sich der Morde annehmen. Doch anstatt eine logische Lösung mit weltlichen Mitteln zu finden, richtet sich Bernardo Gui nach dem bekannten Weltbild der Kirche, die die Welt in Gut und Böse einordnet. Durch Folterungen werden 3 Menschen zu Geständnissen gezwungen. Sie werden zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Nun kann deren Leben nur noch William of Baskerville retten, in dem er sich Zugang zu der Bibliothek verschafft und dort einen Beweis findet, der seine Theorie für die Todesfälle untermauert. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt und schon bald steht William of Baskerville selber unter Verdacht ein Ketzer zu sein…

Bernd Eichinger, der diesen Film produzierte, hat mit der Verpflichtung von Jean Jacques Annaud (Enemy at the Gates) eine wirklich hervorragende Wahl getroffen. Annaud inszenierte einen sehr spannenden und atmosphärischen Mittelalter-Thriller. Der Film hat allerdings nur wenig mit dem Buch „Der Name der Rose“ gemein. Das Buch von Professor Umberto Eco diente nur als Vorlage und kann daher nicht als Maßstab für den Film genommen werden. Die düstere Atmosphäre des Mittelalters und der Inquisition wird in den Bildern perfekt wiedergegeben. Kamerführung und das Setdesign ist absolut perfekt. Besser hätte man das Drehbuch nicht umsetzen können. Dazu kommt das sehr gute Casting. Es wurde weltweit nach geeigneten Schauspielern gesucht, daher finden sich in der Besetzung Schauspieler aus vielen verschiedenen Ländern, u.a. auch einige aus Deutschland (z.B. Volker Prechtel). Die Gesichter der Akteure weisen alle markante Gesichtszügen und Merkmale auf - so stellt man sich die Mönche eines mittelalterlichen Klosters vor. Diese Gesichter passen hervorragend zu der düsteren Story.

Sean Connery spielt seinen Sherlock Holmes ähnlichen Charakter hervorragend. Er passt perfekt in die Rolle des modern denkenden Mönch. Für seine Rolle als William of Baskerville erhielt Connery 1988 den British Academy Award. Auch F. Murray Abraham und Christian Slater (er ist hier als 15 jähriger in einer seiner ersten Rollen zu sehen) spielen Ihre Charaktere sehr glaubwürdig. Eine tolle Leistung bietet auch Ron Perlman, der einen geistig behinderten Buckligen spielt. Wenn man sich seine späteren Charaktere wie z.B. in „Alien Resurrection“ oder zuletzt in „Hellboy“ anschaut, weiß man, daß es sich bei Perlman für einen überragenden Schauspieler handelt.

Die Innenaufnahmen fanden nahezu ausnahmslos in einem ehemaligen zysterziensischen Kloster in Deutschland statt. Die Aussenaufnahmen wurde in Ialien in einem für den Film nach der Buchvorlage erbauten Set durchgeführt, was sicherlich den Grossteil der 55 Millionen Mark teuren Produktion verschlungen haben dürfte. 

Die Musik von James Horner (Braveheart, Aliens, Titanic u.a.) kommt dieses mal ohne grossartigen Wiedererkennungswert aus. Dies liegt zum einen daran, daß die Musik während des Filmes selten zum Einsatz kommt und auch fast nur zur Unterstüzung dramaturgischer Ereignisse eingesetzt wird. Für James Horner eine sehr experimentelle Komposition.

Das Bild
Das Bild der DVD weist leider an einigen Stellen starkes rauschen auf. In vielen Stellen ist das Bild sehr unruhig und wackelig. Ein Grund ist wohl, daß der Film aus dem Jahre 1986 stammt. Aber ich denke, dass man mehr aus dem Master hätte machen können. Das Bild ist der Schwachpunkt dieser DVD.

Der Ton
Tontechnisch darf man keinen Meilenstein erwarten. Eine richtige räumliche Atmosphäre entsteht nur dann, wenn die Mönche zusammen während des Gottesdienstes singen. Ansonsten kann der englische 5.1. Track nicht viel an Dynamik und Räumlichkeit bieten. Musikalisch kommt auch nur sehr wenig aus den Boxen, was (so vermute ich) Annaud´s Intention war.  

Die Ausstattung
-Theatrical Trailer
-Commentary by Jean-Jacques Annaud
-The Abbey of Crime:German Documentary (ja ist komplett in deutsch :>)
-Featurette: Photo Journey with Jean-Jacques Annaud (J.J. Annaud zeigt uns einige Bilder und Skizzen von “Der Name der Rose” ? ist extra für diese Special Edition produziert worden)

Das Fazit
In Verbindung mit der wohl besten Verpackung dieses Filmes und den gelungenen Extras inklusive dem informativen Audiokommentar von J.J. Annaud kann ich hier nur ein Fazit ziehen: Kaufempfehlung! (trotz des schlechten Bildes).

Die technischen Daten
Produktion: 1986
Laufzeit: 131 Minuten
Sprache: Dolby Digital 5.1 in Englisch
Untertitel: English , Bahasa, Chinese, Japanese, Korean, Portuguese, Spanish and Thai
Bildformat: 1.85:1 Anamorphic, NTSC (auf der Packung steht 2.35:1 – ist aber falsch)
Regie: Jean Jacques Annaud
Darsteller:  Sean Connery, Ron Perlman, F. Murray Abraham, Christian Slater
Rated: Over 18 (uncut)
Preis: ca. 23 Euro
--> die DVD ist auch noch R1, R2 and R4 codiert <--

Die Bewertung:
Film: 90 %
Bild: 50 %
Ton: 60 %
Extras: 90 %
Gesamt: 73 %

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 5. September 2004 )
 
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