Eine Freundschaft zwischen bzw. unter Männern ist ja bekanntlich etwas ganz besonderes, eine Konstellation bzw. Verbindung die eigenen Regeln folgt und durch nichts zu ersetzen ist... doch was passiert, wenn eben eine solche Männerfreundschaft ins Wanken gerät?
Der Film
München/Stuttgart Gute Freunde kann niemand trennen – Leitspruch jeder verschworenen Männerfreundschaft. Doch ungeahnte und unerwartete Veränderungen können das Beziehungsgeflecht einer trauten Männerrunde aus dem Gleichgewicht bringen. Regisseur Stefan Barth, bekannt als Drehbuchautor der erfolgreichen RTL-Serie "Der Clown", erzählt mit "Motown" eine aufregende Geschichte um Freundschaft, Träume, Leidenschaft, Sex und Sehnsucht.
Endlich ist es soweit: Duke (Nicolas Wackenbarth) ist wieder zurück aus den USA. Es ist sein letzter Besuch daheim, denn er will sich ins Land seiner Träume absetzen und dort Karriere machen. Gemeinsam mit seinen drei Freunden geht es direkt in die Szene-Bar "Motown". Das Quartett knüpft nahtlos an alte Zeiten an: Abhängen, Bier trinken, freche Sprüche klopfen und vor allem – Frauen anbaggern. Es scheint alles beim Alten zu sein: Olli (Oliver Petszokat), der ewige Student, lebt für seine One-Night-Stands und seine Porno-Sammlung; Vince
(Steffen Groth), der Gigolo, ist und bleibt trotz Ehefrau Ria (Anne Brendler) der coole Frauenaufreißer und notorische Fremdgeher; Pat (Thorsten Grasshoff) ist der Karriere anstrebender Werbefachmann. Aber irgendetwas hat sich verändert – das spürt Duke sofort nach seiner Rückkehr. Pat lüftet sein Geheimnis: Er steht kurz vor der Hochzeit mit seiner Freundin Diaz (Doreen Jacobi).
Doch auch bei den anderen Freunden dreht sich das Beziehungsroulette: Ria hat es endgültig satt, Vince mit seinen Freunden und vor allem mit den zahlreichen weiblichen sexuellen Eskapaden zu teilen. Selbst Diaz hat keine Lust mehr, jeden Abend allein rumzuhängen, während ihr Freund Pat an seiner Karriere bastelt. Beide Frauen flüchten in die Arme neuer Liebschaften. Diese finden sie jedoch innerhalb des Freundeskreises. Die Männerrunde wird auf eine harte Probe gestellt: Frauen, Alkoholeskapaden und Verrat.
Zum Showdown kommt es auf der Weihnachtsfeier im "Motown". Für "The Wild Bunch" scheint die "Gnaden bringende Weihnachtszeit" zum frommen Wunsch zu werden …
Das Bild
Kontrastreich, scharf und mit angenehmem Farbniveau zeigt sich das Bild der DVD, Blockbildung ist keine erkennbar. Flackerer und Ruckler finden sich ebensowenig, wie Bildstörungen oder ähnliches. Spektakulär ist das Bild nicht, aber durchaus akzeptabel.
Der Ton
Lediglich in einer deutschen Dolby Digital 2.0 Fassung liegt die Tonspur auf der DVD vor, Kritikpunkt ist hier nicht etwa die fehlende englische Spur - bei einer Deutschen Produktion durchaus verständlich - aber die Tatsache, dass es keine Digitalvariante gibt. Schade. Die Stereo Spur ist tonal allerdings angenehm, die Dialoge gut abgemischt.
Die Ausstattung
Als Zugabe finden sich auf der DVD einige kleine und sehenswerte Extras, zum Beispiel ein Making of und Biographien von Cast und Crew. Zudem gibt es eine Hand voll Trailer... nicht berauschend, aber man hat auch schon schlechter ausgestattete DVDs gesehen.
Das Fazit
Motown ist eine deutsche Produktion, eine Film der durchaus sehenswert ist und unterhaltsam - ohne wirklichen Tiefgang, aber darf man das von einer Produktion auf diesem Level erwarten? Technische Umsetzung und Ausstattung sind durchschnittlich, keine besonderen Plus und Minuspunkte sind zu nennen.
Die technischen Daten
Produktion: Deutschland 2002
Laufzeit: 90 Minuten
Sprache: Deutsch: Dolby Digital 2.0 Surround
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: Letterbox (1.85:1)
Regie: Stefan Barth
Darsteller: Nicolas von Wackerbarth, Thorsten Grasshoff, Oliver Petszokat, Steffen Groth, Doreen Jacobi, Anne Brendler, Yasmina Filali-Bohnen, Tatiani Katrantzi
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Preis: ca. 14.- Euro
Die Bewertung
Film: 86
Bild: 84
Ton: 84
Extras: 84
Gesamt: 84