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The Phone PDF Drucken
Geschrieben von [AG]   
Donnerstag, 2. Dezember 2004

Gesamtwertung 75 %

Don´t pick up the phone…

Studio/Verleih:  Buena Vista International (Korea)
Genre: Horror/Suspense
System: DVD-9; Pal; Region 0
Release Datum: 2002

Der Film:
Ji-Won hat einen Kindersex Skandal aufgedeckt. Seither bekommt sie mysteriöse Drohungen per Handy und PC. Um dem Ganzen zu entgehen wechselt sie ihre Handynummer und findet Unterschlupf im leer stehenden Haus von Freunden. Bei einem Museumsbesuch klingelt Ji-Wons Handy erneut und diesmal nimmt die kleine Tochter der Freundin ab. Danach scheint das Mädchen durch das, was es gehört hat, schwer traumatisiert und verhält sich zunehmend merkwürdig. Sie ist völlig besessen von einer unnatürlichen Liebe zu ihrem Vater während der Hass auf ihre Mutter immer stärker wird.

Ji-Won – bestürzt über die Vorkommnisse und noch immer von den seltsamen Anrufen geplagt – beginnt,  Nachforschungen anzustellen. Was sie dabei herausfindet ist allerdings alles andere als beruhigend – denn alle ehemaligen Besitzer dieser Nummer sind auf seltsame Art und Weise ums Leben gekommen, nachdem sie über Geistererscheinungen berichtet hatten. Und auch Ji-Won erscheint nun immer öfter eine unheimliche Frauengestalt. Und die scheint nichts Gutes im Schilde zu führen…

Das Bild:
Das Bild lässt keine Wünsche offen, ist scharf und flimmerfrei. Die Farben sind zwar voll, werden aber bis auf das Cover der DVD Hülle nicht als Stilmittel für den Film eingesetzt. Was aber OK ist, da der Film zum Grossteil eher im halbdunkel spielt.

Der Ton:
Der Ton ist sehr gut. Alle Speaker kommen optimal zum Einsatz. Kein Rauschen oder Knacken stört den Hörgenuss. Was sehr angenehm ist, wo doch Beethovens Mondscheinsonate ein wichtiger Bestandteil des Films ist und die möchte man ja nun wirklich nicht durch Nebengeräusche verhunzt bekommen. Und ein Donner aus den Rearspeakern kann bei dieser Art von Film schon mal zu einem etwas schnelleren Herzschlag führen.

Ausstattung:
Bei der mir vorliegenden Version wurde hier leider etwas gespart. Vom minimal animierten Menü kommt man zu der Sprach- und Untertitelauswahl, der Kapitelanwahl und den Extras, die aber leider nur aus einem Trailer und einem Interview mit dem Regisseur bestehen.
Hier wären ein paar Extras mehr schön gewesen.

Fazit:
The Phone ist definitiv der beste Horrorfilm der in Korea im Jahr 2002 erschienen ist. Und das wäre er auch dann noch wenn mehr als 4 Filme dieses Genres erschienen wären.

Zwar wird auch hier das Rad nicht neu erfunden, aber es wurde besser dargeboten als in den meisten Fällen. Die Story ist dicht und hat keinerlei Logiklücken, was in diesem Genre ja leider oft vorkommt. Da sie fließend und spannend erzählt ist, zieht sie den Zuschauer von der ersten Sekunde an in ihren Bann und belohnt am Ende mit nicht allzu vorhersagbaren Wendungen. An den schauspielerischen Leistungen aller ist nichts auszusetzen, allerdings ist beeindruckend, wie die damals etwa 5 Jahre alte Seo-Woo Eun agiert. Bei ihrer dargebotenen schauspielerischen Leistung hat man fast etwas Sorge, dass sie sich zu sehr in den Film steigert. Auf jeden Fall schlummert in ihr ein Riesen Talent. Hoffen wir nur das sie nicht einen ähnlichen Absturz wie Drew Berrymore nach ET erlebt. In ihrem aktuellen Film Clementine, (Regie Du-Yeong Kim, Erschienen Ende 2004), stand sie mit Steven Segal vor der Kamera. Für den Film The Phone gibt es von mir eine absolute Kaufempfehlung, ich denke, er darf in keiner guten Horror/Suspense Sammlung fehlen. Da es ihn mittlerweile auch mit einer deutschen Synchro gibt, ist der Film auch für Fans des Genres die kein Englisch sprechen interessant.

Was ich aber auf jeden Fall tun werde ist darauf achten, dass meine zukünftigen Telefonnummern nicht mit 6644 enden.      

Technische Daten:
Laufzeit: 118 Minuten
Regie: Ahn Byeoung-Ki
Hauptdarsteller: Ha Ji-Won, Kim Yu-Mi, Choi Woo-Jae, Choi Ji-Yeon, Eun Seo-Woo
Bild: 16:9 Pal
Audio: Korean Dolby Digital 5.1, Thai Dolby Digital 5.1
Untertitel: Englisch, Thai
FSK: Keine Angabe
Preis: ca. 15 Euro

Bewertung:
Sound: 93 %
Bild: 90 %
Film: 95 % 
Ausstattung: 20 %
Gesamtbewertung: 75 %

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 27. November 2004 )
 
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