| Fruehling, Sommer, Herbst, Winter ... und Fruehling |
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| Geschrieben von [FB] | |
| Sonntag, 9. Januar 2005 | |
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Gesamtwertung 66 % Vom Leben und Sterben buddhistischer Mönche, ihren Meistern und ihren Schülern, erzählt uns Kim Ki-duk in diesem Film. Studio/Verleih: Korea Pictures, Arthaus Der Film: Im Sommer kommt eine junge Frau in das Tempel-Haus. Sie ist krank und soll in der Abgeschiedenheit des Sees wieder genesen. Der Mönch, mittlerweile ein heranwachsender Mann, fühlt sich zu ihr hingezogen und macht mit ihr seine ersten sexuellen Erfahrungen. Als sie wieder gesund ist und das Tempel-Haus verlassen soll, entscheidet er sich für ein Leben mit ihr und schlägt die Warnungen seines Meisters in den Wind. Im Herbst kommt er zurück - ein gebrochener, von Selbst- und Welthass zerfressener Mann, der seine Frau ermordet hat und auf der Flucht ist. Der Meister versucht, seine Seele zu heilen. Doch die Justiz holt ihn ein und in Handschellen wird er vom Tempelhaus weggebracht. Im Frühling dann, ist aus dem Säugling ein kleiner Junge geworden, der nun wiederum Tiere zum Spaß quält… Das Bild: Ausstattung: Fazit: Zwar legt das Thema des Films auf den ersten Blick nah, dass es sich bei „Frühling, Sommer…“ um ein zutiefst spirituelles Werk handelt, doch wirklich sinnsuchenden Menschen wird Kims Mönchsdrama keine tiefere Erkenntnis bringen. Zu unausgeglichen wirkt die Inszenierung und die kunstvoll aufgebaute Symbolik wird durch den allzu tiefen Griff in die Kiste der Unwahrheiten bald zerstört. Dass der Mönch gleich zum Mörder werden muss und es nicht bei einer Andeutung der ihn beherrschenden Aggressionen bleiben kann, ist ein gutes Beispiel dafür, wie fahrlässig Kim Ki-duk mit der Bedeutungsträchtigkeit seiner Handlungselemente umgeht. Denn die Welt außerhalb des Tempels ist eine brutale Welt, aber im Normalfall ist ein Mord doch das äußerste Extrem davon. Zwar kann man Kim Ki-duk nicht zum Vorwurf machen, dass er uns nicht in eine harmonische Stimmung versetzt. Wohl aber darf man sich wundern, warum er alle Voraussetzungen für eine philosophische Parabel zunächst perfekt erschafft, wenn er sie dann kurz danach selbst wieder zerstört. Von Unfähigkeit kann hier also keine Rede sein. Eher von Unwillen und das ist ja fast noch ärgerlicher. Zu seiner Entschuldigung sei allerdings erwähnt, dass er kein Buddhist ist, sondern Christ. Ein Fakt der vielleicht einiges erklärt. Technische Daten: Bewertung: |
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 3. Januar 2005 ) |
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