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Saints and Soldiers PDF Drucken
Geschrieben von [AG]   
Freitag, 14. Januar 2005

Gesamtwertung 73 %

Die wahren Helden der Ardennenschlacht.

Studio/Verleih: Eurovideo
Genre: Kriegsfilm
System: Pal; Region 2
Release Datum: 07.01.2005

Der Film:
Winter 1944. In den Ardennen geraten einige GIs in die Gefangenschaft der Wehrmacht. Als diese damit beginnen, die Gefangenen zu erschießen, gelingt es vier GIs zu entkommen.

Auf Ihrer Flucht aus dem Feindesgebiet treffen sie auf einen Piloten der Royal Air Force, dessen Flugzeug gerade abgeschossen wurde. Dieser ist im Besitz wichtiger Informationen über einen geplanten Großangriff der Deutschen. Um dies zu verhindern machen sich die fünf auf den Weg zu einem Treffpunkt, wo sich die Einheit des Piloten befinden soll. Als ob es nicht schlimm genug wäre sich mitten im Feindesgebiet zu befinden, wird Deacan immer wieder von Visionen heimgesucht, die sein Bewusstsein trüben.

Als am Treffpunkt niemand erscheint, gibt es nur eine Möglichkeit für die Fünf, wenn sie den Großangriff verhindern wollen: Sie müssen den kürzesten Weg einschlagen - dieser führt mitten durch die feindlichen Truppen.

Ein langer und beschwerlicher Weg für alle Beteiligten beginnt.

Das Bild:
Das Bild ist flimmerfrei und scharf und bietet keinen Grund zum Meckern. Die Farben sind kräftig, spielen aber, wie in diesem Genre üblich, keine große Rolle. Allerdings wirkt das Blut im Schnee natürlich viel intensiver.

Der Ton:
Wie erhofft, bekommt hier die 5.1 Anlage mal wieder ein wenig Arbeit. Die Möglichkeiten werden in den Kampfszenen sehr gut genutzt und man ertappt sich dabei, dass man das ein oder andere Mal schon fast den Kopf einzieht. Allerdings musste ich den Center etwas nach unten justieren, da dieser ansonsten in Kampfszenen übersteuerte.
Klangtechnisch nehmen sich die Deutsche Synchro und die Englische Originalspur nichts, da aber Untertitel gänzlich fehlen, was mir nicht begreiflich ist, ist der O-Ton eher für Mitmenschen, die sehr gut Englisch sprechen interessant. 

Ausstattung:
An Extras bietet die DVD eine Kapitelanwahl, den deutschen und englischen Trailer zum Film, sowie weitere Trailer zu anderen Filmen und ein 60 minütiges Behind the Scenes.
Da dies aber unkommentiert ist, hat es in etwa den Charme eines Urlaubsvideos und ist nur für Cracks wirklich interessant. Die meisten Zuschauer dürften nach wenigen Minuten abschalten. Das Menü ist nicht animiert.

Fazit:
„Saints and Soldiers“ ist der dritte Film, bei dem Ryan Little Regie führt. Ihm ist es gelungen, einen Film zu schaffen, der anders als die meisten Kriegsfilme nicht permanent mit Kampfszenen auf das Übel und Leid und den Unsinn von Kriegen hinweist. Obwohl man die Gräuel des Krieges nicht auf herumfliegende Körperteile und eine allzu deutliche Darstellung von Verletzungen aufbaut, ist der Film sehr heftig, da der Wechsel von ruhigen und langsamen Passagen zur Gewalt des Krieges umso heftiger kommt. Hier zeigt sich mal wieder, dass weniger oft mehr ist. Da man in den ruhigen Teilen des Films die Charaktere näher kennen lernt und sich Sympathien und auch Antisympathien aufbauen, ist gerade der letzte Part des Films der emotional belastende Teil.

Saints and Soldiers beruht auf einer wahren Begebenheit. Der Film beginnt mit dem Malmedy Massaker, welches ja in die Geschichtsbücher eingegangen ist. Angeblich soll auch die Geschichte des Deacan bezüglich seiner Freundschaft zu einem Deutschen Soldaten so gewesen sein.

Die Handlung des Films an sich zeigt leider nichts Neues, sondern gibt das in diesem Genre übliche Schema wieder. Verschiedene Charaktere, die sich im normalen Leben wahrscheinlich nicht mal die Hand geben würden, sind gezwungen, für eine Sache zusammen zu arbeiten. Daraus entwickeln sich Freundschaften und auch kleine Feindschaften.
Dank dem Aufbau und der Art, wie Saints and Soldiers gefilmt ist, setzt sich der Film aber von den üblichen Vertretern dieses Genres auf angenehme Weise ab und ist somit ein Film, den man sich durchaus ansehen kann und der einem auf unblutigere Art und Weise als üblich vor Augen führt, wie schwachsinnig Krieg ist.  

Technische Daten:
Laufzeit: 88 Minuten
Regie: Ryan Little
Hauptdarsteller: Corbin Allred, Alexander Niver, Kirby Heyborne, Peter Holden
Bild: 16:9, 2,35:1, Pal
Audio: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Untertitel: Keine
FSK: 12
Preis: ca. 12 Euro

Bewertung:
Sound: 80 %
Bild: 85 %
Film: 85 % 
Ausstattung: 40 %
Gesamtbewertung: 73 %

Letzte Aktualisierung ( Montag, 10. Januar 2005 )
 
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