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Stealing Rembrandt - Klauen für Anfänger PDF Drucken
Geschrieben von [FB]   
Freitag, 21. Januar 2005

Gesamtwertung 53 %

Wie lustig und unterhaltsam die Verfilmung des „größten und dümmsten“ Museumsraubs der dänischen Geschichte anzusehen ist, lesen Sie hier.

Studio/Verleih: MFA Eurovideo
Genre: Kriminalkomödie
System: DVD-Video PAL
Release Datum: 07.01.2005

Der Film
Mick ist ein Kleinkrimineller, der sich seinen Lebensunterhalt durch das Klauen von Schrott finanziert. Dafür wandert er zwar in regelmäßigen Abständen in den Bau, aber nie für lange Zeit.

Eines Tages nimmt er zusammen mit seinem Freund Kenneth, der hohe Spielschulden hat,  einen Auftrag seines Sohnes Tom an: Sie sollen aus dem Museum ein Bild stehlen, dessen ursprünglicher Eigentümer es gerne wieder in seinem Besitz haben möchte.

Das Entwenden des Gemäldes erweist sich als wahres Kinderspiel – doch leider müssen Mick und Kenneth wenig später feststellen, dass sie nicht etwa den mittelmäßigen Schinken des Auftraggebers mitgehen lassen haben, sondern Dänemarks einzigen Original-Rembrandt, der einen Schätzwert von 100 Millionen Kronen hat!

Nun stehen alle Beteiligten vor einem ernsthaften Problem: Was sollen sie nur mit dem berühmten Diebesgut anfangen?

Das Bild:
Das Bild hat leider bei schwarzen Flächen immer wieder einen leichten Grünstich. Ansonsten gibt es aber keine weiteren Störungen; das Bild ist scharf und die Farben sind einigermaßen kräftig.

Der Ton:
Der Ton ist in einer 5.1. und einer 2.0 Ausführung enthalten. Da die Speaker aber so gut wie gar nicht zum Einsatz kommen, ist von 5.1. jedenfalls wenig merkbar. Störungen sind beim Ton zum Glück keine auszumachen.

Leider ist nur die deutsche Tonspur enthalten – Fans des Originaltons kommen hier wirklich zu kurz.

Ausstattung:
Neben einer Kapitelauswahl enthält die DVD noch den Originaltrailer und zwei Trailer zu weiteren Filmen. Insgesamt also eine sehr dürftige Ausstattung.

Fazit:
Durch ein Missverständnis kommt ein Haufen unbedarfter Kleinkrimineller an ein millionenschweres Gemälde – was auf den ersten Blick wie eine einigermaßen viel versprechende Komödienhandlung erscheint, entpuppt sich leider recht schnell als netter aber verunglückter Versuch.

Die Gags sind nicht nur zu spärlich auf den langatmigen Film verteilt, sondern sind zum Großteil auch echte Rohrkrepierer. Denn die ach so „schrulligen“ Charaktere die sich der Film gern auf die Fahne schreiben möchte, sind entweder zu wenig schrullig um amüsant zu sein oder zu übertrieben schrullig um glaubhaft zu sein.

Was die Handlung betrifft, kann „Stealing Rembrandt“ den oben erwähnten Ansatz leider weder in Hinblick auf Komik noch in Hinblick auf Spannung für sich ausnutzen. Stattdessen verlagert sich das Geschehen nach dem Diebstahl auf viele zwischenmenschliche Ebenen und verläuft dort mehr oder weniger im Sande. Wir sehen gleich zwei Vater-Sohn-Konflikte, Männer in ihren unterschiedlichen Partnerschaften und kleine Verdachtsmomente zwischen Freunden. Hier tiefer in menschliche Abgründe zu blicken und zu sehen wie die Gier nach Reichtum Freundschaften zerstören kann, hätte dem Film einen schwarzhumorigen Reiz verliehen – man denke nur an die bitterböse Komödie„Kleine Morde unter Freunden“ – leider bleibt es bei der bloßen Andeutung, die einen dann auch einmalig zum Schmunzeln bringt…

Schlussendlich ist es einfach keine sehr gute Idee, eine mittelmäßig skurille, wahre Begebenheit auf die Leinwand zu bringen, wenn einem dabei eigene innovative Ideen fehlen.

Technische Daten:
Laufzeit: 104 Minuten
Regie: Jannik Johansen
Hauptdarsteller: Lars Brygmann, Paprika Steen, Nicolas Bro
Bild: 1:1,85 (4:3 Letterbox)
Audio: Deutsch (Dolby Digital 5.1; Stereo 2.0) 
Untertitel: keine
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Preis: ca. 17 Euro

Bewertung:
Sound: 70 %
Bild: 67 %
Film: 50 % 
Ausstattung: 25 %
Gesamtbewertung: 53 %

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 13. Januar 2005 )
 
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