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Beton Hjerter PDF Drucken
Geschrieben von [TG]   
Dienstag, 15. März 2005

Gesamtwertung 66 %

"Betonherzen", ein dänischer Film mit bereits grossem internationalen Erfolg, ist der erste "billig" produzierte Film des dänischen Regisseurs Michael Zile, neue Projekte sind für 2005 schon geplant. Das Thema von Beton Hjerter befasst sich mit Rassismus, Integration, Freundschaft, Hoffnungslosigkeit sowie auch Hoffnung. Der Film handelt vom Dänen Johnny und dem Araber Mohammed. Die beiden sind zusammen aufgewachsen, nun müssen sie ihre eigenen Wege gehen.

Studio / Verleih: Moghadam & Zile Produktion
Genre: Sozialrealistischer Dramafilm
System: DVD-Video
Release-Datum: 26. januar 2005

Der Film
Der drogenabhängige und arbeitslose Johnny kriegt sein Leben gar nicht gebacken: Jobangebote und Ausbildungschancen, die ihm der Sozialarbeiter Pedersen anbietet ignoriert er oder vermasselt diese schon nach kurzer Zeit. Dauernd bekommt er Ärger, wird kriminell und verwickelt sich in Schlägereien. Er kümmert sich nicht um seine schwangere Frau Susi, er betrügt sie sogar. Sein bester Freund Mohammed hilft ihm immer wieder aus der Patsche. Beide sind zusammmen aufgewachsen, Johnny hat einmal beim Haschischdeal, um Mohammed zu schützen, die Schuld auf sich genommen und zwei Jahre abgesessen.
Mohammed ist zwar auch kriminell bekommt aber sein Leben langsam in den Griff:
Er arbeitet als Automechaniker, sorgt liebevoll für seine Eltern und Geschwister, hält viel von Ausbildung und er kann sich einen Wagen leisten.

Eines Tages überfällt Johnny mit ein paar "Kollegen" eine Bar, da er Schulden zu begleichen hat.  Die Beute ist kein Geld sondern ein Sack Koks, das dem Barbesitzer Cooker gehört. Dieser erfährt ausgerechnet von Susi, dass Johnny dahinter steckt und rächt sich brutal mit Schlägen an ihm. Mohammed wird in diese Schlägerei mit hineingezogen. Er beschliesst Cooker zu töten. Pedersen versucht ihn davon abzubringen. Hört Mohammed auf ihn?
Der Film regt moralisch zum Nachdenken an und hält der Gesellschaft einen Spiegel vor.

Die verwendete Sprache/Umgangssprache enthält viele Schimpfwörter.
Zu betonen sei die gute Leistung des Schauspielers, der Mohammed spielt. Er wirkt authentisch und überzeugend. Die aktive Kameraführung ist nah an den Personen dran, setzt diese interessant ins Bild und trägt viel zur Stimmung bei.

Das Bild
Das Bild zeigt mancherorts Qualitätsmankos auf. Die Auflösung ist zum Teil schlecht, besonders bei schnellen Kameraschwenks wird das Bild leicht verzerrt bzw. unscharf. Farben sind nicht besonders satt, was jedoch eher gewollt ist und als Stilmittel dienen soll. Ansonsten ist die Bilderscheinung scharf, die Kameraführung und Kameraeinstellungen sehr gelungen.

Der Ton
Die Sprache ist nur in Dänisch, der Ton an sich ist qualitativ nicht überragend aber durchaus akzeptabel. Dolby Surround-Freaks kommen vermutlich nicht auf ihre Kosten. Die wiederkehrenden Musikstücke bleiben dezent im Hintergrund und passen von der Atmosphäre sehr zum Film.

Die Ausstattung
Die Extras beschränken sich auf ein Musikvideo der Heavy Metal-Band Blow, die den Haupttitelsong geschrieben haben. Das Musikvideo ist nicht sonderlich toll, es zeigt die Band mit einem wenig bekleidetem gutaussehendem Model und ein paar Szenen vom Film. Zusätzlich gibt es ein 15 minütiges Video von den Dreharbeiten, leider ohne Untertitel.

Das Fazit
Angesichts des kleinen Budgets und eines verhältnismäßig kleinen Filmteams ist den Dänen ein gekonntes Kunststück gelungen, das sicherlich sehenswert ist. Wenn der Film in anderen Sprachen synchronisiert würde, fänder er bestimmt noch mehr Bekanntheit.
 
Die technischen Daten
Laufzeit: 87 min.
Sprache: Dänisch
Untertitel: Dänisch,Schwedisch,Norwegisch,Deutsch,Englisch und Arabisch
Bildformat: 4:3
Regie: Michael Zile
Darsteller: Martin Ammitsbøl, Amar El-Khatib, Kim Sønderholm Andersen,
    Anna Bård Larsen, Mads Koudal
FSK: ab 15 Jahren
Preis: ca. 20 Euro

Die Bewertung
Film: 75
Bild: 75
Ton: 75
Extras: 60
Gesamt: 66

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 11. März 2005 )
 
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