| Dezemberküsse |
|
|
| Geschrieben von [FB] | |
| Samstag, 12. März 2005 | |
|
Gesamtwertung 38 % Eine Geschichte von Schuld, Lügen, Vergebung und einer Liebe, die es nicht geben dürfte, erzählt uns dieser Film. Genre: Thriller/Drama System: Region 2, PAL Release Datum: 07.01.2005 Der Film: Der Drogenkurier Freddy wird bei einer Schießerei schwer verletzt und ist auf der Flucht vor der Polizei. Mit letzter Kraft schleppt er sich zur Kirche, wo ihm ein befreundeter Pastor Unterschlupf gewährt. Dieser versteckt ihn in einer kleinen Kammer des Glockenturms. Schon bald wird er dort von der 17jährigen Laura, der Pastorentochter, entdeckt. Von nun an kümmert sie sich um den Fremden, pflegt ihn und verliebt sich schließlich in ihn. Am Heiligabend entdeckt der Vater das Geheimnis der beiden…
Das Bild: Das Bild ist leider durchgängig unscharf. Große Teile der Handlung spielen im Halbdunkel, womit sich der Film selbst keinen Gefallen tut. Denn das Bild ist zu dunkel, die Farben recht blass. Zwar gibt es auch den ein oder anderen schönen Kameraeffekt, gerade zu Beginn des Films, doch kann dies den unvollkommenen Gesamteindruck nicht wettmachen.
Der Ton: Die 5.1 Umsetzung von „Dezemberküsse“ scheitert an ihren eigenen Ansprüchen. Man merkt sehr deutlich die Bemühungen der Beteiligten, einen Raumklang herzustellen, was aber leider ziemlich misslingt. Denn sehr oft kommen Stimmen aus den Rearspeakern, die dort szenentechnisch absolut nichts verloren haben. Außerdem wirkt die Abmischung insgesamt sehr unausgegoren. Das ständige Gepolter von Schritten auf der Kirchentreppe ist auf Dauer einfach zu laut und dementsprechend nervtötend; der anhaltende dumpfe Brummton, der den Film untermalt, ist nicht das beste Stilmittel um eine düster-melancholische Stimmung zu erzeugen. Dazu kommt, dass der Score zwar hübsch und auch nicht unpassend ist, aber aus einem einzigen Violinenthema besteht, das den ganzen Film hinweg immer und immer wieder zu hören ist. Insgesamt ist die akustische Performance hier also recht durchwachsen und etwas weniger Ehrgeiz wäre eventuell besser gewesen.
Die Ausstattung: Neben einer Tonauswahl befinden sich noch der Originaltrailer- und teaser und ein weiterer Trailer auf der DVD.
Das Fazit: „Dezemberküsse“ ist eigentlich ein ambitionierter und mutiger kleiner Film, der sich an etwas wagt, was nur wenige Spielfilme versuchen: Eine Einheit aus Ort, Zeit und Personen zu erschaffen. So spielt die Handlung fast durchgehend in der engen Kammer des Glockenturms, es werden nur ein paar Wochen im Leben der Charaktere erzählt und es gibt nur wenige und sehr kurz erscheinende Nebenfiguren. Alles ist gerafft, zentriert auf den Kern der Geschichte, die sich um Schuld, Lügen, Liebe und Religion dreht. Und genau hier ist der Knackpunkt: Denn ein solch puristischer Erzählstil verlangt Darsteller mit einem Höchstmaß an schauspielerischen Fähigkeiten, genauso wie sehr pointierte Dialoge und Charakterentwicklungen, die wahrhaftig und fesselnd sind. Doch bezüglich dieser Punkte bleibt „Dezemberküsse“ leider schnell hinter seinem eigenen Anspruch zurück und zeigt uns in jeder Hinsicht leider nur Mittelmaß. Schade, denn die inhaltlichen Voraussetzungen für eine gelungene Charakterstudie wären durchaus vorhanden gewesen. FSK: ab 12 Jahren Sound: 40 % Bild: 45 % Film: 40 % Ausstattung: 25 % Gesamtbewertung: 38 % |
|
| Letzte Aktualisierung ( Samstag, 12. März 2005 ) |
| < zurück | weiter > |
|---|







