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Gesamtwertung: 54 %
Basierend auf einem Buch von Musik-Produzent Glen Ballard (Aerosmith, Alanis Morissette) erzählt uns „Clubland“ die Geschichte einer naiven Newcomerband, die in Los Angeles um den musikalischen Durchbruch kämpft.
Studio/Verleih: EuroVideo Genre: Thriller/Drama System: Video-DVD Release Datum: 11.04.2005
Der Film: Kennedy ist der Sänger einer ambitionierten Newcomer Grunge-Band, die aus seinen besten Freunden besteht. Zusammenhalt ist alles und so werden auch beim Management keine Kompromisse gemacht: Sein chaotischer Bruder King, der schon früh als Vaterersatz fungierte, soll es richten und die Band zum Durchbruch führen. Doch der Einstieg in die Clubszene L.A.s ist schwieriger als gedacht. Die gesamte Band schon nach kurzer Zeit finanziell völlig abgebrannt, weder Proberaum noch Unterkünfte sind gesichert. Drummer Mondo weiß Abhilfe: Er vermittelt einem wohlhabenden Bekannten einen Drogendeal und darf dafür mit der Band in dessen Villa einziehen. Wen das gar nicht freut ist der ehemalige Drogendealer, dessen Geschäft nun geplatzt ist.
Gerade geht es bergauf mit der Band, die ersten Gigs sind gesichert, aber hinterrücks werden Mondo und King in eine Spirale aus Erpressung und roher Gewalt gezogen, die alles zunichte machen könnte…
Das Bild: Das Bild ist extrem dunkel. Wenn die Farben nicht so übertrieben knallbunt und fluoreszierend wären, würde man in vielen Szenen nur die Hälfte erkennen. Insgesamt eine recht anstrengende optische Umsetzung, deren Aussageabsicht auch unklar ist (wenn es denn Absicht war). Darum keine besonders hohe Wertung hier.
Der Ton: Der Ton ist ebenfalls mäßig. Raumklang gibt es keinen und die 5.1 Umsetzung klingt sehr dünn und unausgewogen. Die 2.0 Version hört sich akzeptabel an. Der Soundtrack ist arge Geschmackssache und bis auf wenige Tracks nur Hardcore-Grungefans zu empfehlen.
Ausstattung: Das animierte Hauptmenü bietet uns als Extras den Originalkinotrailer, andere Trailer von Epix, „Alternative Artworks“ (Cover- und Posterversionen) und einen Los Angeles-Drehort-Führer an. Eine nette Idee, wenn auch inhaltlich mehr als dürftig. Bei dieser Thematik läge ja nichts näher als ein paar Interviews/Statements von Größen der Musikszene, in denen „Clubland“ hinsichtlich des eigenen Werdegangs vom No-Name Künstler zum Superstar kommentiert wird.
Fazit: Dass „Clubland“ allgemeingültige Aussagen im Sinne von „ach wie ist er so hart, der Weg nach oben“ machen möchte, wird schnell klar. Auch die Kritik an der zwielichtigen Welt Hollywoods wird unverhohlen zum Ausdruck gebracht. (In einer Szene zum Beispiel wird King auf einem Parkplatz bedroht und beinahe schon gefoltert – direkt unterhalb des weltberühmten Schriftzugs, welch subtile Darstellung).
Was Glen Ballard und Mary Lambert dabei leider völlig übersehen, ist, dass nicht jeder Künstler so verpeilt und planlos ist, wie die Hauptfiguren in „Clubland“. Dass auch nicht jeder Künstler Drogen konsumiert und dementsprechend anfällig für solche dubiosen Verwicklungen ist, sollte man ebenfalls nicht vergessen.
Mit Sicherheit ist es ein langer und steiniger Weg zum Ruhm – aber die Geschichte um Kennedy und seine mehr oder minder begabten Musikerkollegen ist zu wenig allgemeingültig um eine ernstzunehmende Aussage zu transportieren. Und sie ist schlichtweg zu langatmig und zu uninteressant inszeniert, um an sich einen unterhaltsamen Film abzugeben.
Technische Daten: Laufzeit: 90 Minuten Regie: Mary Lambert Hauptdarsteller: Phil Buckman, Matt Gallini, Lori Petty, Alexis Arquette, Terence Trent D`Arby, Steven Tyler Bild: 16:9, 1:85,1 Audio: Deutsch (Dolby Digital 5.1 & 2.0) Englisch (Dolby Digital 5.1 & 2.0) Untertitel: Deutsch, Englisch FSK: freigegeben ab 16 Jahren Preis: ca. 14,50 Euro
Bewertung: Sound: 60 % Bild:60 % Film: 55 % Ausstattung: 42 % Gesamtbewertung: 54 % |