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Gesamtwertung 83 %
Basierend auf Augenzeugenberichten inszenierte Roy Ward Baker den Untergang der Titanic. Mit all seinem Schrecken, Schmerz und Leid.
Studio/Verleih: EuroVideo Genre: Katastrophen/Klassiker System: Pal; Region 2 Release Datum: 17.03.2005
Der Film: Die Titanic. Unsinkbar und der ganze Stolz der White Star Line Reederei läuft unter riesigen Presserummel 1912 in London aus, um 2207 Passagiere nach New York zu bringen. Für viele, besonders die Passagiere der dritten Klasse, soll es eine Fahrt in ein neues Leben werden.
Da das Schiff als unsinkbar gilt, werden die Eisbergwarnungen auch nicht wirklich beachtet. Was sicher auch ein Grund dafür ist, dass der Ausguck zwar besetzt, aber nicht mit einem Fernglas ausgestattet ist. Als der Ausguck den Eisberg sichtet, ist es für eine Reaktion schon zu spät und die Titanic wird der Länge nach aufgeschlitzt. Langsam realisiert die Crew das die Unsinkbarkeit wohl doch nur eine Illusion war.
Das Bild: Der Film stammt aus dem Jahr 1958. Dennoch kann man trotz des recht hohen Alters nicht über das Bild meckern. Der Kontrast ist scharf und sauber. Auch die Kameraeinstellungen sind gelungen und fangen die gewünschte Atmosphäre sehr gut ein.
Der Ton: Der Ton ist in Dolby Digital Mono. So wie es zu der Zeit eben war. Also kein Fest für die Anlage, aber durchaus OK. So gut wie es eben damals ging. Und sind wir doch mal ehrlich. Ein Film von 1958 käme sehr seltsam rüber in Dolby Digital 5.1. Alt ist eben alt.
Ausstattung: Die enthaltenen Extras sind reichhaltig. Neben Trailern und einem animierten Menü findet man noch Biographien, die technischen Daten der Titanic, die Chronologie des Untergangs und Geschichten und Legenden um die Titanic enthalten. Da bleiben kaum Wünsche offen.
Fazit: Der Film bietet keine große Überraschung. Die Titanic geht unter. Was diesen Film aber auszeichnet, ist, dass er ohne Liebesgeschichte und großes drum herum erzählt, was an Bord der Titanic passierte. Man erlebt, mit welcher Überheblichkeit und Arroganz alle Gefahren ignoriert werden. Ein typisches Problem der Menschheit. Üblerweise hat dieser Größenwahn etwa 1300 Menschen das Leben gekostet.
Dies und die Tatsache, dass neben den nicht ausreichend vorhandenen Rettungsbooten auch durch falsches Besetzen der Boote Platz für 500 Leute verschwendet wurde. OK. Es ist auch wichtiger, dass ein Ferkel, das im Besitz einer Passagierin der ersten Klasse ist, gerettet wird. Roy Ward Baker ist es gelungen die wechselnde Stimmung an Board der Titanic wiederzugeben. Angefangen von der Verärgerung über die Unterbrechung der Fahrt wegen dem gerammten Eisberg, über das pikierte Gemotze, dass man die hässlichen Rettungswesten anziehen muss, bis schlussendlich die Panik der Überlebenden hervor kommt, umzudrehen um weitere ins Wasser gesprungene Passagiere zu retten.
Angst sie könnten die Boote zum kentern bringen. Auch der Unglauben und das Gefühl der Unwirklichkeit, dass das Schiff wirklich am sinken ist, wurde so genial eingefangen, dass man denkt selber dabei zu sein. Die letzte Nacht der Titanic, oder A night to remember wie er im Original heißt ist auch heute noch ein Film der zu begeistern weiß. Selbst nach solch technischen Blockbustern wie James Cameron´s Titanic. Der sich als großer Fan dieses Films geoutet hat. Bleibt abschließend nur noch zu sagen: „Eisberg voraus!“
Technische Daten: Laufzeit: 121 Minuten Regie: Roy Ward Baker Hauptdarsteller: Kenneth More, Honor Blackman Bild: 16:9, 1,66:1, Pal Audio: Deutsch DD Mono 2.0, Englisch DD Mono 2.0 Untertitel: Deutsch, Englisch FSK: 16 Preis: ca. 15 Euro
Bewertung: Sound: 75 % Bild: 80 % Film: 90 % Ausstattung: 85 % Gesamtbewertung: 83 % |