| Alexander - Special Edition 2 DVD Set |
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| Geschrieben von [AW] | |
| Mittwoch, 8. Juni 2005 | |
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Gesamtwertung 96 % Alexander ist ein weiterer Film in der Serie der Heldenverfilmungen, die in letzter Zeit immer mehr die Kinos erobern, mit wechselndem Erfolg. Auch bei Alexander kann man in Bezug auf die Darstellung der historischen Begebenheiten getrost geteilter Meinung sein... Studio / Verleih: highlight Video Der Film Der 176-minütige Film besticht weder durch seine überwiegend kitschige Ausstattung, noch durch seine rauhen Dialoge. Auch ist er nicht konsequent in der Abfolge der historischen Gegebenheiten, vieles wird verkürzt, anderes ausgebaut und in eine Richtung interpretiert, die die Quellen nur mit viel Phantasie hergeben. Nun könnte man erwidern, es handle sich ja eben nicht um einen Historienfilm, doch gerade die Detailverliebtheit beim Nachbau von Babylon, der Ausrüstung der makedonischen Phalanx sowie der Schilderung des latenten Größenwahns seines Helden geben sich den Anspruch, recherchiert und an der „Wirklichkeit“ orientiert zu sein. Nach einem eher wirren Abspulen - die beinahe bei jeder neuen Szene eingeblendeten Orts- und Jahresangaben zeigen schon, daß eine nachvollziehbare Abfolge weder angestrebt noch erreicht wurde - der Vorgeschichte um den Vater König Philipp II. (Val Kilmer) und die mit Schlangen im Haar tanzenden Mutter Olympias (Angelina Jolie) folgt ein Film, der Alexander (Colin Farrell) als eine Mischung aus Siegfried (Warum bitte ist Alexander blond?) und Rockstar (wirre Haare, wirrer Sinn?) zeigt. Vieles ist schlicht übertrieben und zeugt von Unkenntnis. Ist es so wichtig für die Figur Alexanders, seine homosexuellen Neigungen beinahe in jeder Szene auszuwälzen? Ohne diese als akzeptierte Normalität der makedonischen Gesellschaft zu erklären, bleibt sie pure Unterhaltung und ob sie als solche zum Antikenverständnis beiträgt, ist mehr als zweifelhaft. Daß Alexander kein angenehmer Zeitgenosse war, sich gottgleich betrachtete und gegen den Willen seines Heeres immer weiter gen Osten drang, mag stimmen, ist aber nicht ohne die auch heute noch weitverbreitete Hybris von Weltbeherrschern nachzuvollziehen und somit nichts Ungewöhnliches. Ungenannt bleiben in den vielen Schlachten die Konsequenzen: Alexander eroberte in seinen Kriegszüge in den elf langen Jahren von 334 bis 323 v. Chr. 5 Millionen Quadratkilometer Land, nämlich ein riesiges Reich, das Makedonien, Griechenland, Persien, Ägypten und Indien umfaßte. Schätzungsweise starben 750000 Menschen dabei, unzählige wurden versklavt. Ausführlicher wird die Hochzeitsnacht von Roxane und Alexander gezeigt, öfters tiefe Blicke zwischen Alexander und Hephaistion, gerne auch Eifersüchteleien betreffs Bagoas. Wozu? Alles in allem bleiben zwei Verdienste des Films zu nennen: Erstens gelingt es, die Tollkühnheit und Maßlosigkeit des Helden herauszuarbeiten, die sicherlich auch in seiner tragischen Familiengeschichte und im übermäßigen Alkoholgenuß seine Wurzeln hatte. Zweitens ist es erfreulich, daß ein Heldenepos, das die Menschheit seit Lebzeiten Alexanders überliefert – man denke u.a. an die beliebten Alexanderhandschriften des 16. Jahrhunderts – den heutigen Menschen in der ihnen vertrauten Art und Weise, mittels eines Spielfilms, tradiert wird. Sicherlich hätte ein „weniger ist mehr“ dem vorliegenden Film ein weitaus größeres Renommee und damit eine längere Rezeption eingebracht. So aber stellt er sich lediglich in eine Reihe mit „Troja“ von Wolfgang Petersen. Das Bild Der Ton Die Ausstattung Zudem ist ein sehenswertes Booklet im Set enthalten, das einerseis Karten der Herrschaft Alexanders enthält und auch die historischen Zusammenhänge beleuchtet. Das Fazit Die technischen Daten Die Bewertung |
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 6. Juni 2005 ) |
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