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Gesamtwertung 62 %
Die Geschichte des zehnjährigen Pete, dessen Gehirntumor wie von Geisterhand verschwindet, nachdem er den Blauen Morphofalter gefangen hat, beruht auf einer wahren Begebenheit und wird uns hier von Léa Pool erzählt.
Studio/Verleih: epix Genre: Abenteuer/Drama System: Region 2, PAL Release Datum: 16.06.2005
Der Film: Der zehnjährige Pete leidet an einem weit fortgeschrittenen Gehirntumor und seine Ärzte geben ihm nur noch wenige Monate. Doch Pete ist ein großer Insektenfan und in seinem unerschütterlichen Lebenswillen schafft er es, seine Mutter und sein Idol, den bärbeißigen Insektenforscher Alan Osborne, davon zu überzeugen, dass er unbedingt den so genannten „Blauen Morpho“ fangen muss, eine sehr seltene und äußerst faszinierende Schmetterlingsart.
Alan Osborne ist nicht der Einzige, der diesem Schmetterling Zauberkräfte zuschreibt und so machen sich die drei auf eine gefährliche und abenteuerliche Reise in den Regenwald auf, um den blauen Schmetterling einzufangen.
Das Bild: Das Bild ist scharf, die Farben sind kräftig aber nie zu knallig. Insgesamt ein sehr ausgewogenes, stimmungsvolles Bild. Die grandiosen Insektenaufnahmen sind dabei ein ganz besonderes (eigentlich das einzige) Highlight des Films.
Der Ton: Der 5.1 Ton ist recht unaufdringlich, insgesamt eine sehr gute Arbeit. Gerade die Dschungelgeräusche sind gekonnt umgesetzt und sorgen für ein intensives Regenwald-Feeling. Der Score ist ziemliche Geschmackssache, auf jeden Fall aber erträglich.
Ausstattung: Neben Trailern zu anderen Epixfilmen befinden sich noch ein Schmetterlingsführer, eine Bildergalerie, die Biographie von William Hurt und Highlights aus dem Making Of (mit optional einblendbaren Untertiteln) auf der DVD.
Fazit: Die Ausgangskonstellation des Films lässt Böses erahnen: Ein todkrankes Kind, eine engagierte Mutter und ein starrköpfiger, egozentrischer Eigenbrötler treffen hier aufeinander und natürlich erwartet man die genreübliche Charakterentwicklung: Durch den bezaubernden Charme des kämpferischen todkranken Kindes beeinflusst, weicht der harte Kern des Eigenbrötlers zunehmend auf, bis er fast ein brauchbares Mitglied der menschlichen Gesellschaft wird. Doch „Das Geheimnis des blauen Schmetterlings“ beschreitet andere Wege – bedauerlicherweise. Denn die übliche Standardhandlung hat immerhin den Vorteil, dass sie unterhaltsam ist und für eine gewisse Mindest-Sympathie mit den Protagonisten sorgt. William Hurts Figur des Insektenforschers bleibt hier aber durchgehend äußerst taktlos und rüde – was die Dialoge zunehmend irritierender werden lässt, bis sie sich gegen Ende des Films ins Unerträgliche steigern. Am liebsten würde man den Ton abschalten um sich die zugegebenermaßen faszinierenden Regenwaldaufnahmen nicht dermaßen vermiesen lassen zu müssen.
Wenn man keine Idee für eine anständige Handlung hat, sollte man also besser einen Dokumentarfilm drehen. Und dass die Geschichte auf wahren Tatsachen beruht, ist auch keine gute Ausrede für die grottenschlechten Dialoge und die völlig uninteressante Story– denn da es sich hier nicht um historische Fakten handelt, hat man als Regisseur und Drehbuchautor wohl durchaus einen Handlungsspielraum, der es ermöglichen sollte, seinem Publikum gute Unterhaltung zu bieten – insofern man dazu willens und fähig ist.
Technische Daten: Laufzeit: 90 Minuten Regie: Léa Pool Hauptdarsteller: William Hurt, Pascale Bussières, Marc Donato Bild: 16:9 (anamorphic widescreen) Audio: Deutsch (DD 2.0 & 5.1) und Englisch (DD 2.0 & 5.1) Untertitel: deutsch, englisch FSK: ab 6 Jahren Preis: ca. 15 Euro
Bewertung: Sound: 80 % Bild: 87 % Film: 30 % Ausstattung: 50 % Gesamtbewertung: 62 % |