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Teknolust PDF Drucken
Geschrieben von [FB]   
Donnerstag, 23. Juni 2005
 

Gesamtwertung 49 %

Ein eigenwilliges Genexperiment droht seiner Entwicklerin zu entgleisen – bizarrer Cyberspacestreifen mit Tilda Swinton in fast allen Rollen.

Studio/Verleih: Sunfilm Entertainment
Genre: Science Fiction /Fantasy
System: DVD-Video, Region 2, PAL
Release Datum: 29.06.2005

Der Film:
Die Biogenetikerin Rosetta Stone fertigt aus ihrer DNA drei Klone an mit den klangvollen Namen Ruby, Marinne und Olive (in den entsprechenden Kostümfarben rot, blau und grün).

Die 3 Frauen leben von der Umwelt isoliert ihr eigenes Leben, Rosetta kümmert sich über einen Monitor um sie. Ruby ist die einzige, die die schützenden Räume ab und an verlässt um Sperma zu besorgen, dass die drei Replikanten zum Überleben benötigen. Doch bei den
„beraubten“ Männer kommt es plötzlich zu seltsamen Hautreaktionen. Und während Rubys Missionen immer schwieriger werden, planen die beiden anderen Klone ihren Ausbruch in die normale Welt.

Das Bild:
Das Bild ist scharf und die Farben sehr kräftig, teilweise auch knallbunt aber immer irgendwie passend zum Film. Insgesamt also akzeptabel und störungsfrei. Die Kostüme von Yohji Yamamoto sind dabei echte Eyecatcher – ein wahrer Glücksfall für den Film, dass der extravagante japanische Designer die Kostümausstattung übernommen hat.

Der Ton:
Der 5.1. Ton ist akzeptabel, wenn auch ohne bemerkenswerte Highlights. Insgesamt ist er recht frontspeakerlastig. Der Soundtrack passt zum Titel und ist demnach echte Geschmackssache. Die Synchronisation ist relativ schlecht.

Ausstattung:
Abgesehen vom animierten Menü sind noch Trailer zu weiteren Filmen, der Originaltrailer, ein Audiokommentar und Biographien enthalten. Nicht gerade üppig.

Fazit:
Die Handlung von „Teknolust“ macht erst einmal stutzig. Das Ganze klingt nach einer typischen RTL2-Softpornostory. Man erwartet sinnentleertes Geplapper, merkwürdig bizarre Einfälle, die dann mies umgesetzt werden, mittelmäßige schauspielerische Leistungen und viel Sex. Bis auf den letzten Punkt liegt man bei „Teknolust“ sogar nicht mal so falsch. Was Regisseurin Lynn Hershman-Leeson mit diesem Machwerk sagen wollte, wird wohl für immer unbekannt bleiben.

Aber da der Unterhaltungswert dieses Pseudocyberspace- Streifens gleich null ist, wäre es doch schön, wenn wenigstens ein inhaltlicher Sinn erkennbar wäre. Wer die Thematisierung der Integrationsprobleme von Klonen bereits für philosophisch wertvoll hält, kann hier allerdings gerne zugreifen, denn der Film besteht zum Großteil aus Nörgeleien der Replikanten über ihr isoliertes Dasein. Alle anderen können einen blinden Griff ins Regal der Videothek wagen – schlimmer wird’s nämlich nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit.

Technische Daten:
Laufzeit: 79 Minuten
Regie: Lynn Hershman-Leeson
Hauptdarsteller: Tilda Swinton, Jeremy Davies, James Urbaniak, Karen Black
Bild: 16:9
Audio: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1) 
Untertitel: Deutsch
FSK: ab 16
Preis: ca. 18 Euro

Bewertung:
Sound: 70 %
Bild: 85 %
Film: 15 %
Ausstattung: 25 %
Gesamtbewertung: 49 %

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 22. Juni 2005 )
 
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