Gesamtwertung 64 %
Als der Boss der gefürchteten Anjo-Gang spurlos mit einem Haufen Geld verschwindet, vermuten seine Yakuza-Mitglieder, dass er sich aus unerfindlichen Gründen abgesetzt hat.
Nur der sadistische Emporkömmling Kakihara vermutet einen geziehlten Mord an seinem Chef und verschafft sich brutal Informationen in der Unterwelt Tokios. Nach diversen Folterungen lüftet sich das Geheimnis: Ein extrem gewalttätig vorgehender Killer namens Ichi treibt sein Unwesen in den Kreisen der Yakuza. Kakihara sieht in dem Mythos Ichi einen würdigen Gegner und beginnt ihn zu suchen. Doch der gefürchtete Superkiller ist in Wahrheit nur eine Marionette in einem gewagten Racheplan...
Studio / Verleih: I-ON New Media Genre: Action System: DVD-Pal Release-Datum: 27.06.2000 Erscheinungsjahr: 2001
Der Film Eines Tages wird der Boss Anjo der Yakuza-Gang brutal vom Ichi dem Killer ermordet während Anjo ein Mädchen in seinen Privaträumen missbraucht. Die Spuren der Tat werden alle beseitigt und all sein Geld mitgenommen. Die Yakuza-Mitglieder vermuten, dass er sich mit dem Mädchen und dem Geld abgesetzt hat. Nur Kakihara glaubt an ein Attentat und versucht mit allen Mittel an den Mörder zu kommen. Im Verlaufe seiner "Ermittlungen", die mit Mord und Folter vonstatten gehen, erfährt er von einem misteriösen Freudenmädchen Karen, dass der Killer Ichi heisst. Zu bemerken sei, dass die Folterszenen sehr real insziniert sind und beim Hinschauen weh tun. Kakihara ist ein ausserordentlicher Sadist auf der einen Seite, andererseits liebt er es sich von anderen verprügeln zu lassen. Er besitzt auch wie der ganze Film einen schwarzen sehr eigensinnigen Humor: Als sich Kakihara von einer Frau verprügeln lässt sagt er enttäuscht: "...in deinen Schlägen ist keine Liebe."
Ichi, sein Widersacher, ist ein durch den geheimnisvollen Mann Jijji mittels Hypnose getrimmter Superkiller mit Klingen an den Schuhen und einem Kostüm. Jijji rächt sich mit Hilfe seiner Marionette Ichi an der Yakuza, der Grund dafür ist nicht bekannt. Durch die Hypnose kontrolliert Jijji Ichi, indem er ihm sagt welche Leute er umbringen soll. Schliesslich geraten Kakihara und Ichi aneinander und kämpfen. Das Urteil über den seltsamen Schluss und den Film sei dem Zuschauer überlassen und wird nicht verraten.
Das Bild Trotz der relativ guten Auflösung erscheint das Bild flackerig, was zuweilen das Auge bei näherem Hinschauen irritiert. Oft sind Verschmutzungen und eine Aufkörnung des Bildes bemerkbar. Die Farben sind nicht immer satt, eher dunkel gehalten. Teils ist es vom Regisseur so beabsichtigt teils ist es aber auf verminderte Qualität zurückzuführen. Voller Sehgenuss wird somit nicht erreicht.
Der Ton Von einer Raumtiefe kann genauso wenig die Rede sein wie von einem gut abgemischten satten Ton. Man muss der Lautstärkenregler stark aufdrehen wenn man etwas hören will, dazu klingen der Ton und die Spezialeffekte oftmals dumpf. Die Musik unterstützt den Handlungsverlauf wenig, sie geht im Film eher unter.
Die Ausstattung Bei den Extras gibt es nicht viel zu schreiben. Zu sehen gibt es lediglich ein sechs minütiges Interview mit Takashi Miike über den Film sowie eine Vielzahl DVD-Trailer.
Das Fazit Dieser Film ist definitiv für diejenigen bestimmt, welche bereits Erfahrung mit Takashi Miike gesammelt haben und seine "kranken" Filmideen lieben. Egal wie skurril, absurd oder schlicht abnormal "Ichi The Killer sein mag", es ist einer der besten Filme des Regisseurs. Leider erfüllen das Bild und der Ton nur den Standard, die Ausstattung der DVD ist deutlich zu abgespeckt ausgefallen.
Die technischen Daten Laufzeit: 110 Min. Ländercode 2 Sprache: Deutsch, Japanisch: Dolby Digital 5.1 Untertitel: Deutsch Bildformat: anamorphic 16:9, Widescreen 1.78:1 Regie: Takashi Miike Darsteller: Tadanobu Asano, Nao Omori, Shinya Tsukamoto, Susumu Terajima, Shun Sugata, Yoshiki Arizono, Suzuki Matsuo, Jun Kunimura FSK: ab 18 Jahren Preis: ca. 16 €
Die Bewertung Film: 74 Bild: 74 Ton: 70 Extras: 40 Gesamt: 64 |