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Die Partridge Familie - Season One PDF Drucken
Montag, 26. September 2005

Geamtwertung 80 %

Die Partridge Family gilt als eine der beliebtesten US-Serien der 70er Jahre und kommt nun als Season 1 bei uns auf den Markt, wir haben uns das Paket bereits vor dem Release angesehen...

Studio / Verleih: Sony Home Entertainment / Columbia Tristar
Genre: Serie, Soap
System: DVD-Video
Release: 09. August 2005

Der Film
Die Partridge Family ist eine eine Familie wie jede andere auch - das sollte man meinen, jedoch wird man bald schon

eines besseres belehrt. Die Mutter und ihre Kinder - einen Mann gibt es in der Serie offenbar nicht - zieht als

Pop-Kombo durch die Staaten und erlebt dabei so manch lustige wie auch weniger lustige Episode, die es im

Familienverbund zu meistern gilt. Alles beginnt damit, dass die Kinder in der Garage fleissig an Instrumenten üben

und das Ziel haben den Beatles Konkorrenz zu machen. Gesagt - getan. Die Kinder erweisen sich als derart hartnäckig,

dass sie es tatsächlich schaffen eines ihrer Lieder bei einem Plattenlabel unterzubringen, es steigt natürlich

prompt als Hit in die amerikanischen Charts ein.

 

Im den folgenden Episoden zeigt die Serie also das "Leben und Sterben" (wenn ich das mal so salopp umschreiben darf)

der amerikanischen Familie. Die Figuren sind dabei für meinen Geschmack etwas überzeichnet und die Zielgruppe liegt

daher auch deutlich unterhalb des Erwachsenenalters. Die Geschichte als solche wird von den kindlichen

Hauptdarstellern bestimmt, die ihrem Alter in mancher Situation um Jahre voraus sind  - was sich nicht zuletzt

auch beim Aushandeln des Plattenverttrages durch den Junior zeigt, der sich dabei als knochenharter Verhandlungspartner

erweist.

 

Zudem basiert die Serie - und entsprechend ist das auch essentieller Bestandteil der Handlung - auf dem

amerikanischen Traum und der Fabel, dass in Amerika alles möglich ist wenn man nur stark genug an seinem Traum

arbeitet und diesen verfolgt. Everything is possible, wenn es auch manchmal schwer ist und dabei Tränen über die

apfelroten Backen der Kinder kullern, am Ende wird alles gut und der Zuschauer bleibt mit einem sehr positiven,

beinahe gerührten Gefühl vor dem Fernseher zurück.

Das Bild
Die Serie ist aus den Siebzigern, die Tatsache des Alters hat selbstverständlich auch am Bild seine Spuren

hinterlassen. Allerdings wurde das Bild entsprechend überarbeitet und man hat doch einiges unternommen, die

schadhaften Passagen zu beheben. So erklären sich auch die überraschend kräftigen Farben, die für meinen Geschmack

leicht "kitschig" wirken, natürlich auch eine Folge der ursprünglichen Ausstattung der serie die sich am Repertoire

der Flower-Power-Zeit bedient. Der Kontrast ist angenehm, Blockbildung findet man keine. Zu bemängeln ist

allerdings die leicht kräuselige Bildqualität in einigen Episoden.

Der Ton
Auch der Ton wurde natürlich nicht neu aufgenommen und so muss man mit der Qualität der Siebziger vorlieb nehmen,

die leider doch etwas dumpf klingt. Die Stimmen der Charaktere sind teils zu leise, die Lieder der Familienkombo

auch leicht verzerrt. Eine digitale Tonspur gibt es natürlich erwartungsgemäss nicht.

Die Ausstattung
Neben der Serie auf drei DVDs im schicken Pappschuber finden sich noch einige Extras, die man durchaus wohlwollend annimmt. Es finden sich dabei eine Musikauswahl (aus den einzelnen Episoden) sowie
Filmdokumentationen: "Das Ticket für den Familienbus", "Die Stimmen der Partridge Familie". Ausserdem gibt es Kommentare
von Danny Bonaduce zu "Warum nicht gleich Las Vegas" und Shirley Jones zu "Wenn Mami heiratet". Abgerundet wird die
Sammlung durch ein Comic und Kurzfilme: Partridge Family: 2200 A.D. "Car Trouble" und "My Son The Spaceball Star".
Die obligatorischen Trailer fehlen natürlich auch nicht.

Das Fazit
Die Serienvielfalt der Siebziger und Achtziger Jahre und die Anzahl derer, die auch den Weg in unser deutsches

TV-Programm kann man getrost als "unerschöpflich" beschreiben, man denke hierbei nur an die Bill Cosby Show, den

Prinzen von Bellair, diverse Paramilitär-Serien (A-Team, Airwolf) etc. Viele der Serien gelten auch hierzulande

als Klassiker. Die Partridge Family als solche war mir bis dato nicht bekannt und auch nachdem ich nun die erste

Staffel kenne, bin ich kein Fan geworden und würde sie auch nicht in den Kreis der Klassiker aufnehmen. Zu sehr

ist die Handlung auf die jugendliche Zielgruppe zugeschnitten, zu sehr wird mit patriotischen und ähnlichen

Parabeln gearbeitet. Sicherlich ist die Umsetzung auf DVD eine schöne Sache und besonders die überarbeitete

Bildqualität ist schön anzuschauen, jedoch fehlt mir etwas die Tiefe der Handlung und damit der Anreiz zum Kauf.

Die Technischen Daten
Titel: The Partridge Family, USA 1970 (2005)
Laufzeit: 603 Minuten
Darsteller: Danny Bonaduce, Dave Madden, David Cassidy, Jeremy Gelbwaks, Shirley Jones, Susan Dey, Suzanne Crough
Regie: verschiedene
Bildformat: Vollbild (1.33:1)
Tonformat: Dolby Digital 1.0 in Deutsch | Dolby Digital 1.0 in Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Niederländisch, Türkisch
Alterstreigabe: keine Beschränkung
Preis: knapp 33.- Euro

Gesamtwertung
Film: 75 %
Bild: 82 %
Ton: 75 %
Extras: 90 %
Gesamt: 80 %

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 20. September 2005 )
 
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