| Hugo von Hofmannsthal - Jedermann |
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| Geschrieben von [CM] | |
| Samstag, 29. Oktober 2005 | |
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Gesamtwertung 90 % Hugo von Hofmannsthal - Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes in einer Inszenierung von Christian Stückl für die Salzburger Festspiele 2004. Studio / Verleih: TDK Music, ORF Inhaltsangabe: Jedermann tritt auf und das Spiel nimmt seinen Lauf. Ein besitzstolzer, sich selbst gegenüber unkritischer Mann, der geizig gegenüber Bedürftigen seinen Besitz verwaltet und sich mit den Plönen für einen Lustgarten beschöftigt. Nicht Nöte seiner Nachbarn, nicht treuer Dienst seiner Untergebenen können ihn zur Milde und Gro§zügigkeit rühren. Die Mahnungen seiner gottesfürchtigen Mutter können ihn bewegen, ganz im Gegenteil zu einer anderen Frau in seinem Leben, seine Geliebte, die ãBuhlschaftÒ. Diese findet mit ihren Verlockungen zu Fest, Völlerei und Lust Jedermanns Aufmerksamkeit. Sie und ihre Gefolgschaft von Genu§verlockten Freunden und Musikanten durchleben mit ihm unbekümmerte, sorglose Stunden. Doch wöhrend der Vergnügungen der anderen überkommt Jedermann auf einmal ein Unbehagen. Er ist verstört und Vorahnungen beschleichen ihn. Da erscheint plötzlich mitten im Bankett der Tod und bestellt Jedermann vor den Stuhl Gottes. Nur zu einer Vergünstigung lö§t er sich erbarmen: Jedermann dürfe, wenn innerhalb einer Stunde diesen fönde, einen Geföhrten auf den Weg mitnehmen. Doch Buhlschaft und Freunde sind bereits bei Anblick des Todes geflüchtet, der ãMammonÒ erklört ihm das irdischer Besitz ihn besessen habe und nicht umgekehrt, es bleiben die mickrigen ãWerkeÒ Jedermanns begleitet von deren Schwester ãGlaubeÒ. Erst als es dem Glaube gelingt Jedermann den Sinn der Erlösungstat Gottes verstöndlich zu machen erstarken die Werke und Jedermann stiegt in ihrer und des Glaubens Begleitung hinab ins Grab.
Es kommt so zu einem unverfölschten Eindruck des gesamten Spielablaufs. Die Tonqualitöt ist hervorragend (abgesehen von der Unschörfe der gelegentlichen musischen Untermalungen und Gesängen) und man war darauf bedacht, durch das Schneiden von Publikumsgeröuschen einen Bruch der Illusion man sei selber unmittelbarer Betrachter des Geschehens zu vermeiden. Der Hall der freien Bühne bleibt aber den Schauspielerstimmen anhaften und sie wirken so ungetrübt lebendig. Gleichfalls gelungen ist die Kammeranöhe zu den Schauspielern. Mit einer Variation von Einstellungen vermeidet man allzu viele cuts, die ebenfalls den Theatereindruck allzusehr in den eines Kinofilms veröndern würden. Die bereits erwöhnte Lichtregie begünstigt das Bühnenbild welches auch bei der DVD-Version in seiner Klarheit erkennbar ist. Die historisierten (Buhlschaft, Mutter, Jedermann) bis hin zu ironisierten Kostüme haben ungebrochene Farbkraft, und Zeugen vom Augenzwinkern des Regisseurs, beispielsweise nachzuempfinden beim Anblick des Teufels, oder der Konkubinenfrisuren der weiblichen Festgesellschaft. Ergönzt wird die Theaterinszenierung auf der DVD mit einem Beitrag zur Entstehungsgeschichte des Jedermanns und einer Tradition in Salzburg, sowie durch einen Kurzfilm über die Produktion der Festspiele 2004. Technische Daten Gesamtwertung: 90 % |
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| Letzte Aktualisierung ( Samstag, 29. Oktober 2005 ) |
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