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Wolfgang Amadeus Mozart: Don Giovanni PDF Drucken
Geschrieben von [CM]   
Donnerstag, 5. Januar 2006

Gesamtwertung: Für Liebhaber klassischer Operinszenierungen unbedingt zu empfehlen!

Wolfgang Amadeus Mozart - Don Giovanni
Libretto: Lorenzo da Ponte
Orchester der Wiener Staatsoper unter der Direktion von Riccardo Muti

Studio / Verleih: TDK Klassik
Genre: Klassische

 

Die Handlung
1. Akt
Die Geschichte beginnt tragisch. Don Giovanni versucht die davon nicht unbeeindruckte Donna Anna zu verführen. Sie werden allerdings von deren Vater überacht, der in einem Duell mit Don Giovanni für die Ehre seiner Tochter kämpft – und dabei stirbt. Giovanni flieht, während Don Ottavios, Annas Verlobter, Rache schwört noch ohne zu wissen gegen wen sie sich wenden soll.

In der Zwischenzeit macht Don Giovanni eine neue Eroberung, muß jedoch bald darauf feststellen daß er in Donna Elvira eine verflossene Geliebte erneut für sich gewonnen hat und verläßt sie abermals. Donna Elvira ist verzweifelt läßt sich aber von Leporello, dem Diener Don Giovannis trösten. Don Giovanni unterdessen betört Zerlina, die Braut Masettos. Bevor diese dem Charme Giovannis erliegt geht Elvira dazwischen. Giovanni läßt sich aber so schnell nicht entmutigen und lädt diese Hochzeitgesellschaft auf sein Schloß ein. Dort gibt er ein rauschendes Fest. Hier kommt es zu mehreren Auseinandersetzungen, den Don Ottavio und Donna Anna treten auf um Giovanni zur Mithilfe an der Mördersuche. Durch Donna Elvira Integrieren erkennen sie aber bald in Giovanni selbst den Mörder und Donna Anna bedrängt Ottavio die versprochene Rache zu üben. Unterdessen tobt Masetto zu Recht vor Eifersucht ungeachtet der Beschwichtigungsversuche Zerlinas. Als Giovanni während des Tanzes zu umwerben sucht schreit sie um Hilfe. Im anschließenden Eklat beschuldigt er seinen Diener Leporello. Man glaubt ihm nicht, doch kann er sich der Verantwortung entziehen.

2. Akt
Leporello will seinen Herrn verlassen wird statt dessen aber von diesem zu einem Maskeradenspiel überredet indem es um die Verführung Donna Elviras Zofe geht. Elvira fährt erneut dazwischen und wird erneut von Leporello getröstet, den sie aber aufgrund der Verkleidung für Don Giovanni hält.
Giovanni, als Leporello verkleidet, gelingt es Masetto der auf Rache sinnend und bewaffnet nach ihm sucht auf eine falsche Fährte zu setzten und Masetto zum Gespött der Leute zu machen. Inzwischen wir Leporello von allen Verfolgern Don Giovannis bedrängt, so daß er sich schließlich zu erkennen gibt. Der Zorn Ottavios wird dadurch nur verdoppelt.
Donna Elvira nach wie in ihren Gefühlen für Giovanni ungebrochen, hat eine Vision von seinem nahenden Tod. In der Zwischenzeit Treffen sich Herr und Diener auf einem alten Friedhof wieder. Die zum Leben erwachte Statue des ermordeten Vater Annas wird von Don Giovanni kurzerhand zum Essen eingeladen.
Beim Abendmahl flüchtet Elvira vom geisterschreckt, die gekommen war um Giovanni vor seinem Übel zu retten. Der Geist versucht unterdessen Don Giovanni zur Buße zu bekehren und nimmt ihn schließlich mit sich in die jenseitige Welt. Die Paare Ottavio und Anna sowie Masetto und Zerlina finden endlich zueinander, während Elvira beschließt ins Kloster zu gehen. Und Leporello ist endlich frei sich einen neuen Herrn zu suchen.


Don Giovanni ist in jede Zeit hineinzuinszenieren. Unter der Regie von Roberto de Simone wird in dieser Aufführung im Rahmen der Wiener Festwochen von 1999 Don Giovanni in einer klassischen Inszenierung gewürdigt. In fulminanten, reichlich wechselnden Kostümen der Elisabethanischen Epoche und einem wunderschönen, poetischen Bühnenbild erlebt man eine hervorragende Aufführung. In allen Rollen stimmlich vortrefflich besetzt bestechen fast alle Interpreten auch durch ihr schauspielerisches können. Besonders hervorzuheben sind hier Leporello, witzreich interpretiert von Ildebrando d’Arcangelo, und die Donna Elvira von Anna Caterina Antonacci. Einzig der Don Giovanni von Carlos Àlvarez läßt etwas das der Rolle entsprechende sprühende Feuer vermissen.

Die Kamera verfolgt mit schönen Einstellungen das Bühnenspiel und weiß die Stimmung des Stücks gut wiederzugeben. So gewinnt auch der DVD-Zuschauer einen recht authentischen Eindruck einer Opernaufführung. Da der Versuch eine cinematographische Illusion herzustellen weiser Weise nicht unternommen wird, bleibt, besonders durch häufige Wahl der Vogelperspektive, der Eindruck eines Bühnenstücks erhalten.

Die Ouvertüre ermöglicht einen intensiven Blick in den Orchestergraben und auf den eindrucksvollen Stil Riccardo Mutis. Mozart erfährt hier eine sehr verständige Auslegung von Tragik und Witz der Partitur und ist in jedem Fall ein Ohrgenuß, auch wenn die Aufnahme etwas an vielleicht etwas klangschärfer hätte sein können.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 6. Januar 2006 )
 
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