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Gesamtwertung 88 %
Autor Paul Greengrass, der als Regisseur des Filmes "Bloody Sunday" bereits mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde, behandelt in "Omagh - Das Attentat" den Terror in Nordirland erneut auf ergreifende Weise. Wie sich auch dieses mehrfach ausgezeichnete Werk präsentiert, könnt ihr hier nachlesen...
Studio / Verleih: Euro Video Genre: Drama System: DVD-9 Release-Datum: 08.12.2005
Der Film Michael Gallagher (Gerard McSorley) hat seinen 21-jährigen Sohn Aiden bei dem schrecklichen Autobombenattentat verloren, das am 15. August 1998 in der nordirischen Stadt Omagh 29 Menschen tötete und Hunderte verletzte. Die „Wahre IRA“ bekennt sich zu der Autobombe. Sie wollen die Friedensverhandlungen zwischen Katholiken und Protestanten aufhalten.
Wer tatsächlich hinter dieser Splitter-Gruppierung steckt, bleibt jedoch im Verborgenen. Michael gründet eine Selbsthilfegruppe für Angehörige und begibt sich auf die Suche nach den Tätern. Sein Kampf für Gerechtigkeit bringt ihn mit den unterschiedlichsten Personen in Kontakt, vom einfachen Polizisten bis zu IRA-Informanten und Irlands höchsten Politikern. Immer wieder stößt er dabei auf eine Politik des Zurückweichens vor der IRA, zudem wird sein Kampf von verschiedenen Seiten behindert. Michaels Wunsch, die Mörder seines Sohnes zu stellen, erscheint zunehmend unrealistisch.
Michael und seine Gruppenmitglieder geben trotzdem nicht auf, sie decken Mißstände in der Nordirland-Politik auf und finden heraus, dass die Behörden das Attentat nicht verhindert haben, obwohl glaubhafte Indizien auf die Bevorstehung der Tat vorlagen.
Das Bild Durch die lebhafte Kameraführung mittels Handkameras, Close Ups, schnelle Schwenks und Zooms wird eine Spannung erzeugt, so dass der Zuschauer in den Bann der Bilder hineingezogen wird. Insgesamt kann man mit der Bildqualität zufrieden sein, auch wenn das grobmaschige Rauschen und die Aufkörnung das Sehvermögen geringfügig mindern. Schärfe könnte mancherorts etwas besser sein und Farben könnten besser kontrastiert sein. Trotzdem bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. In dem Film spielt die Thematik und die Geschichte eine weitaus wichtigere Rolle.
Der Ton Genau wie beim Bild kann man sagen, dass der Ton nicht perfekt ist. Eine räumliche Tiefe vermisst man, aber Sprache, Geräusche und Effekte hören sich gut abgemischt und deutlich an. Ich jedenfalls kann mit dem Resultat leben und habe nicht viel zu beanstanden.
Die Ausstattung In der kleinen aber feinen Ausstattung finden sich Biografien von Gerard McSorley, Paul Greengrass und Pete Travis. Daneben kann man sich das Interview mit Michael Gallagher ansehen und so viel vom Konzept des Filmes erfahren. Zur Unterstützung gibt es noch Produktionsnotizen, Informationen über den Nordirlandkonflikt in Form von Texttafeln. Auch eine Trailershow fehlt nicht. Alle Extras sind mit dt. UT. Im Grunde keine opulenten, dafür aber informative Extras.
Das Fazit Mich hat der Film überzeugt, weil er das Thema des Nordirland-Konfliktes genau trifft und sehr nah an den Tatsachen bleibt. Man merkt, dass der Regisseur Pete Travis viel mit den Hinterbliebenen der Opfer zusammengearbeitet und gut recherchiert hat. Die filmische Umsetzung besticht durch die lebhafte und eindrückliche Kameraführung und das Talent der Schauspieler, insbesondere von Gerard McSorley, der die Rolle des Michael Gallagher sehr authentisch verkörpert. Der Ton ist nicht überragend aber kann sich hören lassen, bei der Ausstattung hätte man sich vielleicht mehr gewünscht, für mich jedoch ist sie ausreichend und informativ.
Die technischen Daten Ländercode 2 Land/Jahr: Irland/Großbritannien/2004 Laufzeit: 100 Minuten Sprache: DD 5.1: Deutsch; DD 2.0: Deutsch, Englisch Untertitel: Deutsch Bildformat: 16:9 1,78:1 Regie: Pete Travis Darsteller: Gerard McSorley, Brenda Fricker, Michelle Forbes, Stuart Graham, Peter Ballance, Pauline Hutton, Fiona Glascott FSK: ab 12 Jahren Preis: ca. 15 €
Die Bewertung Film: 95 Bild: 89 Ton: 90 Extras: 80 Gesamt: 88 |