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Gesamtwertung 70 %
Die Summeringer Bürger sind wütend: Der Sauwald, der zwischen Summering und Schellnberg liegt und über Jahrhunderte zu ihrer Gemeinde gehörte, ist gerichtlich Schellnberg zugesprochen worden. Das wollen sie sich nicht gefallen lassen, und so erklären der Summeringer Bürgermeister Roßkopf (Willy Rösner) und seine Gemeinderäte den Nachbarn den Krieg.
Studio / Verleih: Eurovideo Genre: Komödie System: DVD-9 Release-Datum: 11.05.2006
Der Film Der Dorfsegen der Bürger von Summering und Schellnberg hängt schief, und das nicht seit Neustem. Der Streit zwischen den beiden Dörfern ist vor langer Zeit schon entbrannt, genau gesagt vor 200 Jahren. Der Streitgrund war und ist immer noch der prächtige Sauwald, der nun den Schellnbergern zugesprochen worden ist. Der Summeringer Bürgermeister Roßkopf und seine Spiessgesellen erkennen diesen Gerichtsbeschluss nicht an und erklären Schellnberg den Kampf an. Sie verbieten den Schellnberger Burschen den Umgang mit ihren schönen Töchtern, obwohl es zahlreiche Liebespärchen gibt. Das ist aber nicht die einzige Schikane, die sie sich einfallen lassen: Sie demolieren die Brücke über dem Grenzbach und schneiden die Glockenseile der verhassten Schellnberger Wetterglocken durch. Die Retourkutsche kommt prompt, und so droht der Streit zwischen den zwei Dörfern zu eskalieren.
Aber nicht lange, denn die Burschen und Mädchen haben in ihrer Liebesnot den Summeringer Pfarrer (Hans Leibelt) und den Schellnberger Dekan (Rudolf Bernhard) eingeschaltet, um die sturen Väter wieder zur Besinnung zu bringen. Gemeinsam gehen sie zum von der Geistlichkeit abgesegneten Gegenangriff über.
Das Bild Für einen Film aus 1957 ist die Bildqualität sehr gut erhalten. Vielleicht wurde der Film sogar restauriert. Wie dem auch sei, Verschmutzungen fallen selten auf, die Schärfe ist ausreichend. Die Farben erscheinen leicht matt, was aber nicht besonders als störend empfunden wird. Somit ergibt sich ein überraschend frisches Bild, das auf der anderen Seite auch den Stil der 50er Jahre wiederspiegelt.
Der Ton Für Dolby Digital 1.0 Mono klingt der Sound recht kräftig und laut. Ganz zufrieden kann man mit ihm trotzdem nicht sein. Aufgrund des Alters und der damaligen technischen Mitteln hören sich manche Geräuschpassagen und Sprachabschnitte übersteuert und leicht verzerrt an. Von hoher Sauberkeit und räumlicher Tiefe kann somit nicht die Rede sein. Insgesamt aber wird die Tonqualität dem Film mehr als gerecht, enttäuscht war ich jedenfalls nicht.
Die Ausstattung Es wäre ungerecht der DVD aufgrund fehlendem Zusatzmaterial zu viel abzuziehen. Daher fällt das Urteil relativ mild aus. Schade ist es trotzdem, dass einem überhaupt nichts an Extras geboten wird. Es gibt nicht einmal Untertitel für Hörgeschädigte. Sie und ausländische Zuschauer hätten sich darüber bestimmt gerfreut. In dieser Hinsicht hat Eurovideo wirklich Nachholbedarf.
Das Fazit Der Film weiss zum Teil mit trockenem, aber zum grössten Teil mit saftigem Witz zu überzeugen. Über all dem schwebt sehr viel Ironie, die bekannte Klischees über Bayern und das Dorfleben auf die Schippe nimmt. Schenkelklopfer und Kopfschütteln bleiben nicht aus. Natürlich wirkt das alles etwas antiquiert und altmodisch, das haben alte Filme so an sich. Daher wird der Film sicherlich nicht das breite Publikum finden. Freunde von deutschen Heimatfilmen und Komödien kommen aber hier auf ihre Kosten.
Die technischen Daten Ländercode 2 Land/Jahr: Deutschland/1957 Laufzeit: 92 Minuten Sprache: Deutsch: Dolby Digital 1.0 Mono Untertitel: keine Bildformat: 4:3 Vollbild (1.33:1) Regie: Heinz Paul Darsteller: Ingeborg Cornelius,y Georg Adelgeis,e Viktor Afritsch,v Carl Baierl,d Rudolf Bernhard,m Paul Bös,n Siegfried Breuere Jr., Wernerl Finck, Helgae Franck, Heinih Göbel, Heinrichq Hauser, Hildex Hetzel, Hansq Hunkele, Lieslh Karlstadt, Hertab Konrad, Paulx Kürzinger, Hansg Leibelt, Elisah Loti, Norat Minor, Rudolfp Rhomberg, Willyd Rösner, Kurtd Roy, Ludwigd Schmid-Wildy, Walterp Sedlmayr, Hansv Stadtmüller, Fritzc Strassner, Gretls Theimer FSK: ab 6 Jahren Preis: ca. 15 €
Die Bewertung Film: 80 Bild: 86 Ton: 82 Extras: keine Gesamt: 70 |