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Kino: Das grosse Rennen von Belleville PDF Drucken
Geschrieben von [AW]   
Montag, 26. April 2004

Wertung: sehenswert

Studio / Verleih: Concorde
Startdatum: 8.4.2004
Regie: Sylvain Chomet
Darsteller: Michel Robin, Michèle Caucheteux, Jean-Claude Donda, Monica Viegas

Ob alleine die Tatsache, dass mit Lance Armstrong ein amerikanischer Sportler respektive Radfahrer bereits fünf mal in Folge das wichtigste Radrennen der Welt und zudem ein grossartiges Stück französischer Tradition und Identifikation - die Tour de France - gewonnen und die Siegertrophäe nach Amerika entführt hat, dürfte nicht der einzige Grund sein für die Erschaffung dieses filmischen Kleinods -
einem Film, der auch eine Hommage an Jaques Tati ist.

Das grosse Rennen von Belleville ist ein lustiger, kurzweilige und nachdenklicher Zeichentrickfilm und tritt den Beweis an, dass animierte Filme nicht nur ausschliesslich für Kinder gemacht sind.

Die Handlung ist rasch erzählt: der kleine Junge Champion wächst bei seiner Grossmutter, Madame Souza auf. Als sie entdeckt, dass er sich für das Radfahren interessiert, trainiert sie ihn zu einem Radsport-Champion der einige Jahre später
bei der Tour de France mitfährt und dort das Opfer einer Entführung wird. Zusammen mit zwei anderen Radfahrern aus dem Feld wird er quasi von der Strße weg gekiddnappt.

Madame Souza nimmt in der Folge zusammen mit dem treuen, liebenswerten Hund Bruno die Verfolgung auf um Champion aus den Händen der Entführer zu befreien. Die Reise führt sie nach Amerika, in die Stadt Belleville. Dort trifft sie auf die Triplettes, einem Trio rüstiger Damen die in ihrer Jungend mit Josephine Baker aufgetreten waren. Mit Ihrer Hilfe möchte sie die kriminelle Handlung beenden.

Der Film ist gespickt mit spanndenden, lustigen und zynischen Seitenhieben gegen die Amerikaner, die Freiheitsstatue die vor den Ufern von Belleville steht ist dick und hält einen Hamburger in der Hand. Auch mit dem Vorurteil der Amerikaner gegen die "froschfressenden" Franzosen wird gehörig aufgeräumt.

Regie: Sylvain Chomets
Laufzeit: 78 Minuten
Altersfreigabe: ohne, ab 0 Jahren

Herzlichen Dank für die Unterstützung durch das Gloria / Gloriette Kino in Heidelberg.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 27. April 2004 )
 
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