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Bruderschaft des Todes PDF Drucken
Geschrieben von [TG]   
Dienstag, 7. November 2006

Gesamtwertung 87 %

Mit den Drehbüchern zu TESIS und ÖFFNE DEINE AUGEN setzte Mateo Gil neue Maßstäbe für intelligenten Horror. Unter seiner Regie spielt Gil erneut gerissen mit Wahn und Wirklichkeit und würzt das Ganze mit tiefschwarzem Humor. BRUDERSCHAFT DES TODES ist im gewissen Sinne die Antwort Spaniens auf THE GAME. Was man sich genau darunter vorstellen kann, das lest ihr hier...

Studio / Verleih: Canal+ España / Epix
Genre: Thriller
System: DVD-9
Release-Datum: 08.06.2006

Der Film
Sevilla: Ein Giftgasanschlag versetzt die Bevölkerung während der Semana Santa (Karwoche) in Angst und Schrecken. Der Buchautor Simón (Eduardo Noriega) erhält einen mysteriösen Erpresserbrief und versucht zusammen mit der Reporterin Maria (Natalia Verbeke) Licht ins Dunkel zu bringen. Dabei verstricken sich beide immer tiefer in eine tödliche Verschwörung, bei welcher Simóns WG-Kamerad Sapo (Jordi Mollà) seine Finger im Spiel zu haben scheint. Auch nachdem klar wird, dass es sich bei Simóns Widersacher wirklich um Sapo handelt, bleibt der Film spannend, da man nicht alle Hintergründe kennt und nicht wirklich vorhersehen kann, was als nächstes geschieht. Man möcht nicht gerne in Simóns Haut stecken. Doch gerade das vermittelt der Film. Der Zuschauer bangt somit mit Simón um einen guten Ausgang der Geschichte und kann ihm dennoch nicht bei seinen Handlungen helfen. Wie es für Simón schlussendlich ausgeht, sei an dieser Stelle nicht verraten.

Das Bild
Ein auffälliges Merkmal sind die kalten und finsteren Farbkompositionen, die im Gegensatz zur malerischen Stadt Sevilla stehen. Die Stadt selbt und ihre Pracht wird im Bild schön eingefangen. Leider fehlt es aber oft an Schärfe, auch die Sauberkeit des Bildes könnte an manchen Stellen überzeugender sein. Die Farben wirken etwas matt und kontrastarm. Zum Glück sind diese Mängel nicht so gravierend und beeinträchtigen demnach das Sehvergnügen nicht enorm. Hervorzuheben wären die visuellen Effekte wie Expolsionen und Animationen, die toll gelungen sind und spektakulär aussehen.

Der Ton
Klanglich kann die Tonqualität zwar nicht ganz überzeugen, böse Schnitzer gibt es aber auch nicht. Man merkt das Dolby Digital schon, jedoch könnte es intensiver sein und weniger dumpf ertönen. Die Dialoge sind gut synchronisiert, sie hören sich laut und deutlich an. die Musik erzeugt die nötige Spannung - Geräusche und Musik haben aber einen räumlich schwächeren Charakter.

Die Ausstattung
Auf der DVD hat man Im Extra-Menü folgendes Material zur Auswahl:
- Making of (18 min)
- Biografien (Texttafeln)
- Diverse Trailer, darunter der deutsche Trailer, Originaltrailer und TV-Spots zum Film
- Ausserdem gibt es auch Trailer zu 9 weiteren DVDs
Nicht gerade eine Ausstattung, die einen vom Hocker reisst, aber dennoch angemessen und informativ.

Das Fazit
Das Langfilmdebüt des Spaniers Mateo Gil ist ein aufwändig inszenierter, packender Thriller, der nicht nur eine aktuelle Geschichte erzählt, sondern auch den pittoresken Schauplatz Sevilla auf originelle Weise einzufangen versteht. (prisma-online.de)

Diesem Urteil schliesse ich mich gerne an. Mateo Gil hat trotz des verhältnismässig knappen Budgets ein kleines Meisterwerk produziert, das Anerkennung verdient. Ein in der Tat spannender Film mit intelligenter Geschichte und guten Schauspielern.

Die technischen Daten
Ländercode 2
Land/Jahr: Spanien/1999
Originaltitel: NADIE CONOCE A NADIE
Laufzeit: 103 Minuten
Sprache: Spanisch DD 2.0, Deutsch DD 2.0
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch
Bildformat: 1,33:1 4:3 Letterbox
Regie: Mateo Gil
Darsteller: Eduardo Noriega, Jordi Molla, Natalia Verbeke, Paz Vega, Pedro Alvarez
FSK: ab 12 Jahren
Preis: ca. 15 €

Die Bewertung
Film: 90
Bild: 86
Ton: 91
Extras: 80
Gesamt: 87

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 5. November 2006 )
 
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