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Gesamtwertung 63 % Steven und Julia haben Eheprobleme, doch ein Wochenendbesuch bei Julias Familie auf einer abgeschiedenen Insel lässt diese zu ihrer kleinsten Sorge werden. Die einzigen anderen Inselbewohner sind die Savages, eine Familie, die dem Begriff „Hinterwäldler“ eine ganz neue Dimension hinzufügt. Als sie Stevens und Julias Neugeborenen als Ersatz für ihren getöteten Sohn fordern, entfesseln Gier und Selbstsucht ein schonungsloses Chaos fernab jeglicher Zivilisation. Studio / Verleih: Savage Island Productions Inc. / Epix Genre: Horror / Splatter / Thriller System: DVD-9 Release-Datum: 24.08.2006
Der Film Spätestens nach "Beim Sterben ist jeder der Erste" oder "Die letzten Amerikaner" sollte es jedem klar sein, dass man sich mit inzestuösen Einheimischen nicht anlegen sollte - Sie verstehen wirklich keinen Spass! Entweder haben die Charaktere in "Savage Island" diese Filme nicht gesehen oder einfach die Warnungen ignoriert. Wie dem auch sei, es kommt auch hier zu einem unangenehmen Zusammentreffen der Einheimischen mit den Stadtbewohnern. Die Letzteren sehen sich als überlegen und unterschätzen die aufgeregte Meute, die sich eigentlich zurecht über das Verhalten der "Eindringlinge" beschwert. Folgendes ist nämlich geschehen: Julia, ihr Ehemann Steven und ihr gemeinsames Baby besuchen Julias Eltern, die sich auf einer fast unbewohnten Insel angesiedelt haben. Auf dem Wochenendbesuch des Ehepaares passiert während einer wilden Fahrt ohne Licht durch den Wald ein Unfall, bei dem das Kind der "Savage-Familie" getötet wird. Julias Bruder und Fahrer des Autos denkt, dass er nur ein Tier angefahren hat und verschwindet vom Unfallort. Die Savage-Familie lässt dies natürlich nicht auf sich sitzen und verlangt als Vergeltung das Baby von Julia. verständlich, dass das wiederum nicht für die "zivilisierte" Familie in Frage kommt. Nun bricht ein etwas anderer "Nachbarschaftskampf" aus, bei dem es ums nackte Überleben geht. Neben viel Brutalität und Splatter geschehen immmer wieder überraschende Wendungen, die ein mehr als seltsames Ende zur Folge haben. Das Bild Tja, wo soll man da anfangen? Vielleicht bei dem durchwegs enormen Rauschen und der Unreinheit des Bildes. Dies strengt die Augen nach wenigen Minuten schon an und lässt die Sehlust schwinden. Von gut kontrastierten Farben und Hell-Dunkel-Kontrasten kann auch nicht die Rede sein. Insgesamt wirkt die Qualität arg billig und voller Makel. Die Kameraführung und die Schnitte verdienen da schon eher Lob, dies tröst jedoch über das andere nicht hinweg. Der Ton Von hoher Tonqualität ist hier nicht viel zu spüren. Es fehlt an Lautstärke, Tiefe und Dynamik. Soweit ich es gehört habe, schien mir der Sound mit einem sehr leisen Rauschen verunreinigt zu sein. Dies kann aber nur ein subjektives Empfinden im Nachhinein sein. Nichtsdestotrotz kann man mit diesem Ergebnis keinen Blumentopf gewinnen, geschweige denn das Gehörte wirklich geniessen. Die Ausstattung Im Extra-Menü wurden folgende Feautures untergebracht: - Originaltrailer - Interviews (ca. 22 Min., mit deutschen Untertiteln) - Audiokommentare, die man während dem Film einschalten kann - Auf Texttafeln gibt es Biographien - Alternatives Artwork Eine Trailershow von Epix fehlt auch hier nicht. Diese Ausstattung bietet eine gute Mischung von Hintergrundinformationen und Unterhaltung, auch wenn sie qualitativ nicht sehr ausgefeilt erscheint. Das Fazit Die Geschichte ist nicht ganz neu, es wird viel mit Klischees gearbeitet, die Splatter-Effekte überzeugen nicht wirklich, die Bild -und Tonqualität fallen negativ ins Gewicht. Das sind im Großen und Ganzen die unangenehmsten Mankos von "Savage Island". Wer noch mehr finden will, der kann ja selbst einen Blick riskieren. Neben diesen Schwächen hat der Film immerhin ein paar Lichtblicke: Die Leistung mancher Schauspieler ist nicht zu verachten, Schockmomente und gelegentliche Übelkeitsanfälle, was ja in diesem Genre gewollt ist, können wahrgenommen werden, Die Extras der DVD bieten nettes und sehenswertes Zusatzmaterial. Die Entscheidung über den Kauf von "Savage Island" überlasse ich den Hardcore-Splatter-Fans. Die technischen Daten Ländercode 2 Land/Jahr: Kanada/2003 Laufzeit: 85 Minuten Sprache: Deutsch Dolby Digital 2.0 & 5.1; Englisch Dolby Digital 2.0 Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch Bildformat: 16:9 anamorph Regie: Jeffrey Scott Lando Darsteller: Winston Reckert, Steven Man, Brendan Beiser, Don S. Davis, Kristina Copeland FSK: keine Jugendfreigabe Preis: ca. 15 € Die Bewertung Film: 55 % Bild: 55 % Ton: 65 % Extras: 76 % Gesamt: 63 % |